Räume vor Überhitzung schützen

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Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Und aufgrund des Klimawandels müssen wir uns Maßnahmen überlegen, diese besser zu überstehen. Die Hitze kann sich unnötig in den Räumen stauen und uns körperlich beeinträchtigen. Wer schwitzt und überhitzt ist, kann weniger gut arbeiten und ist oft auch gesundheitlich gefährdet. Daher sollte man die heißen Tage nicht einfach als Sommertage abtun und die Augen verdrehen, wenn jemand klagt, denn einige Menschen, auch junge, bekommen bei hohen Temperaturen Kreislaufprobleme, besonders wenn sie sich zu viel in der Hitze bewegen.


Weitere Tipps unserer Redaktion, mit Hitzezeiten richtig umzugehen:

  • Nachts: Ein nasses Handtuch wirkt Wunder: Legen Sie sich nachts einfach ein nasses, ausgewrungenes Handtuch über Ihren Körper. Es ist nicht nötig, sich damit einzuwickeln und das ganze Bett nass zu machen. Es reicht, es auf den Körper, auch über den Schlafanzug zu legen. Es entwickelt sich eine angenehme Kühle. Machen Sie dies solange Sie sich wohlfühlen. Natürlich sollte der Körper auch nicht auskühlen. Je nach Bedürfnis, kann man sich ein solches Tuch auch nur auf die Füße oder den Kopf legen. Probieren Sie einfach aus, wie es für Sie am angenehmsten ist. So lässt es sich auch in überhitzten Dachräumen nachts aushalten.
  • Auch wer tagsüber unter der im Raum stockenden Hitze leidet, kann den Handtuchtrick anwenden und sich um die Schulter, oder auf den Rücken, die Beine ein nasses, aber ausgewrungenes Handtuch legen.
  • Ein Tipp, den Sie sicher alle kennen: Ventilator aufstellen und feuchte Tücher im Raum aufhängen. Je mehr, umso größer die Kühlung.
  • Selbstgebastelte Klimaanlage: Befestigen Sie sich an Ihrem Ventilator kleine Plastikflaschen, die andersherum angebracht werden, oben aufgeschnitten sind und mit Eis befüllt.
  • Überlegen Sie genau, wo sich in Ihrer Wohnung die Hitze am meisten staut. Wenn Sie einzelne Räume haben, die sich besonders schnell aufheizen, bringt es nichts, alle Räume zu lüften, da sich die Hitze dann verteilt. Lassen Sie diese Räume, wenn Sie sich nicht länger darin aufhalten müssen, lieber geschlossen. Auch Dachfenster, die in der vollen Sonne sind, sollte man nicht weit öffnen. Lassen Sie sie für einen Luftzug lieber nur einen Spaltbreit offen.
  • Räume abdunkeln, aber Luftzug ermöglichen. Es bringt oft einen angenehm kühlen Luftzug, wenn Sie die Jalousien auch zur Nordseite der Wohnung etwas herablassen, aber nicht ganz und dann das Fenster öffnen.
  • Hermetisch abgedichtete Räume sind oft nicht so angenehm. Probieren Sie es aber gerne aus und schauen Sie, wie es sich für Ihre Wohnung, Ihre Räume am besten anfühlt. Wenn Sie die Räume hermetisch abdichten, wird die Luft allerdings leicht stickig und natürlich fehlt dann der Sauerstoff, auch wenn Sie einen Ventilator aufstellen. Oft ist es besser, die Fenster auf gekippt zu lassen.
  • Viel Trinken ist natürlich ein Muss. Experten schlagen vor, nur Wasser zu trinken, weil gesüßte Getränke wieder nur Durst machen. Oft trinkt man aber mehr, wenn ein wenig Geschmack dabei ist. Seien Sie also erfinderisch und bereiten Sie sich Saftschorlen zu, denn Ihr Körper freut sich auch über die Vitamine und Spurenelemente aus dem Obst. Versuchen Sie sich abgekühlten Tee mit Minzblättern zuzubereiten, wie es im Orient üblich ist. Sie finden im Web zahlreiche Tipps für erfrischende, gesunde Getränke ohne viel Zucker.
  • Salz: Salz macht Durst und viele meinen, es wäre verpönt, zu salzig zu essen. Wenn wir aber viel schwitzen, verlieren wir auch Salz und dürfen es wieder zuführen. Ein wenig Salz in der Speise an heißen Tagen bringt auch Senioren dazu, wieder mehr zu trinken. Natürlich muss man bei Bluthochdruck wachsam sein. Aber das Salz hilft auch die Flüssigkeit im Körper zu halten und nicht alles wieder auszuschwitzen oder auszuscheiden. Wer nicht explizit Probleme mit der Niere, Wassereinlagerungen und Bluthochdruck hat, darf bei heißem Wetter auch salzig essen. Nicht umsonst gibt es in der Mittelmeer-Ernährung gerne gesalzene Tapas und Kleinigkeiten.
  • Experten raten dazu, nur lauwarme Getränke wie Tee zu sich zu nehmen, weil man dies im Orient tut. Der Grund dafür ist allerdings, dass man dann immer leicht schwitzt und der Körper so abkühlt. Möchte man dies nicht, weil man z.B. in einem klimatisierten Büro sitzt oder öfters unter die Dusche gehen kann, braucht man dies nicht. Probieren Sie aus, womit Sie sich am wohlsten fühlen! Oft sind leicht gekühlte Getränke oder ein Eiscafé mit wenigen Eiswürfeln ein Genuss und man fühlt sich erfrischter, als wenn man lauwarmen Tee trinkt.
  • Nur lauwarm duschen? Auch das raten die Experten, weil es den Körper zu viel Energie kosten würde, nach dem Abkühlen wieder aufzuwärmen oder dass es danach zu schnell wieder warm wird. Aber kennen wir nicht auch alle den Effekt, dass es uns lange angenehm kühl ist, wenn wir an heißen Tagen lange im Schwimmbad waren? Es gibt nichts Besseres, also ist eine längere, kühle Dusche auch eine gute Maßnahme um sich von der Hitze zu erholen. Falsch sind eher kurze, kalte Duschen, nach denen man dann unnötig wieder aufheizt.
  • Bei welchen Temperaturen duschen? Experten sagen, nicht unter Körpertemperatur und das wären 37 Grad! Dann kann man sich das Duschen eigentlich sparen oder? Denn 37 Grad unter der Dusche sind wirklich sehr warm. Überlegen Sie sich, bei welcher Temperatur Sie sich im Schwimmbad im Sommer so richtig wohl fühlen und erfrischt wieder herauskommen. Meist sind dies 24 bis 27 Grad.
  • Wenn alle Maßnahmen nicht reichen, ist vielleicht doch die Anschaffung eigener Klimaanlagen die beste Idee.

 
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