Pokémon Go Fest 2019: Trainer aus der ganzen Welt zocken in Dortmund

Logo von Pokémon Go
Foto: Niantic

Sommer, Sonne und schillernde Pokémon – das war die Devise vom 4. bis 7. Juli in Dortmund! Software-Entwickler Niantic hatte in die Ruhrgebietsstadt geladen, alle Tickets waren ausverkauft. Doch war das Pokémon Go Fest die rund 40 Euro wert?

Friedlich war die Stimmung am Eröffnungsmorgen. Behutsam tasteten sich die Besucher*innen des Pokémon Go Fests voran und erkundeten den Westfalenpark in Dortmund. Schon bald waren die ersten freudigen Rufe zu vernehmen: Seltenes Pokémon gesichtet, schillerndes Pokémon gefangen! Nach wenigen Minuten war es schon klar – dieses Event lohnt sich. Es scheint vielleicht etwas befremdlich: Geld bezahlen, um ein eigentlich kostenloses Spiel zu spielen, bei dem alle in ein Display schauen. Doch für Pokémon-Trainer aus der ganzen Welt gab es Einiges im Westfalenpark zu entdecken.

Handynetz und App waren stabil

Niantic hatte sich Mühe gegeben nach dem Eklat im Vorjahr. Bei der Safari Zone 2018 hatten viele Teilnehmer*innen Ausfälle des Handynetzes beklagt. Auch die App hatte dem großen Ansturm nicht standgehalten. In diesem Jahr musste allerdings niemand befürchten, ein Pokémon zu verpassen: Technisch lief alles glatt.

Altersmäßig war das Publikum beim Pokémon Go Fest eher gemischt. Wer Pokémon Go zockt, weiß, dass die Spieler*innen unterschiedlicher nicht sein könnten. Das zeigte sich beim Fest daran, dass neben jungen und älteren Erwachsenen auch viele Kinder und Senioren im Park waren. Das Pokémon-Fieber kann jeden packen! Es ist eben nie zu früh oder zu spät, um ein leidenschaftlicher „Official Trainer“ zu werden. Diese Bezeichnung hatte Niantic auf die Festivalbändchen gedruckt – welch eine Ehre!

Pokémon-Jagd deluxe im Westfalenpark

Das Habitat "Rocky Terrain" beim Pokémon Go Fest 2019
Foto: Michèle Gries

In vier besonderen Zonen – Mysterious Woods, Steel Factory, Boat Lake und Rocky Terrain – waren liebevoll dekorierte Habitate aufgebaut. Der Wald, in dem sich besonders viele Käferpokémon aufhielten, erinnerte an Alice im Wunderland. Die Steel Factory war im industriellen Design gehalten, wohingegen mit Sand und Wasser am Boat Lake Strandfeeling aufkam. Im Rocky Terrain konnten die Besucher*innen ihre Pokémon in einer nebligen Höhle auf Schnappschüssen ablichten. Sounds wie heulender Wind oder Wassertropfen sorgten für die passende Stimmung. Auch die Musik aus dem Spiel war im Westfalenpark zu vernehmen. Edler und authentischer war die Pokémon-Jagd noch nie!

In halbstündigen Abständen fand das wohl niedlichste Meet & Greet der Welt statt: Wer Lust hatte, konnte sich mit Pikachu und Evoli zusammen ablichten lassen. Niantic hatte außerdem Influencer aus der Gamingwelt zum Pokémon Go Fest eingeladen. Die langen Schlangen am Autogrammticket-Stand sprachen für eine interessante Gästeauswahl. Bei Trainerbattles konnten sich die Spieler*innen miteinander messen und Preise gewinnen. Auch zum Pokémon-Tausch gab es eine eigens eingerichtete Zone. Jedes Team – Gelb, Blau und Rot – hatte außerdem eine eigene schattige Lounge. Dort gab es ein Unterhaltungsprogramm mit Gewinnspiel und genug Platz zum Chillen. Langeweile kam so auch nicht auf, wenn Zeit für eine Pause war.

Neue Bekanntschaften aus der ganzen Welt

Mit den besonderen Forschungsaufgaben zum Pokémon Go Fest sorgte Niantic dafür, dass sich die Trainer untereinander kennenlernten. Durch die Aufgabe, in Pokémon Go neue Freunde zu finden, musste jeder andere Trainer ansprechen. Und das auch noch meist auf Englisch, denn viele Menschen waren aus anderen Ländern nach Dortmund gekommen. Eine schöne Art, um interkulturelle Bekanntschaften zu schließen. Auch, wenn diese sich in der Zukunft wohl meist darauf beschränken werden, Geschenke in der Pokémon-Go-App auszutauschen.

Tausende Pokémon-Fans zufriedenstellen: Das ist nicht einfach. Aber die entspannte Stimmung vor Ort und die fröhlichen Gesichter zeigten, dass Niantic in diesem Jahr alles richtig gemacht hat. Da bleibt nur zu hoffen, dass das Pokémon Go Fest auch 2020 wiederholt wird!

 

Michèle Gries

2 Kommentare

  1. Wow ich wusste gar nicht, dass richtige Events zu Pokemon Go veranstaltet werden :o) Ich habe das Spiel ganz am Anfang gespielt und nach 100 Pokemon im Pokedex wieder damit aufgehört. Super aber, dass die technischen Probleme dieses Mal nicht vorhanden waren 🙂 Mich würde jedoch interessieren, wie viele sich per Fake GPS bei dem Event „eingeschlichen“ haben 😀

    • Das muss man sich erst mal trauen, denn wenn es rauskommt, wird man gesperrt 😀 Aber es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Vielleicht legst du ja irgendwann mal wieder los und man sieht sich beim nächsten Event!

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