Kreative Bastelideen für den Frühling

Nach einem langen Winter sind nun frische Farben und fröhliche Kreationen angesagt! Wie wäre es denn, wenn Sie zur Abwechslung ein paar frühlingshafte Dekoideen im Handumdrehen selbst herstellen? Wie das geht, lesen Sie hier Schritt für Schritt.

Dekorationen selber machen ist in!

Frühlingsanfang ist Pflanzzeit – Wenn Sie sich den Frühling ins Haus, auf den Balkon oder die Terrasse holen möchten, können Sie schöne Pflanzgefäße und die passende Dekoration dafür schnell und einfach selbst herstellen. Heutzutage gibt es ja zu jedem Anlass und zu jeder Jahreszeit Dekorationsartikel zu kaufen. Allerdings verlieren viele Dinge durch das massenhafte Angebot ihren individuellen Wert. Wer lieber eine persönliche Note bevorzugt, der wird selbst kreativ und lässt sich von den verschiedenen Materialien inspirieren.

Viele Bastelmaterialien müssen dabei noch nicht einmal neu gekauft werden, denn einige Dinge aus dem alltäglichen Hausgebrauch lassen sich sogar weiterverwenden! In den hier gezeigten Beispielen sind beispielsweise alte Obstkisten und Konservendosen sowie Holzreste die Ausgangsmaterialien. Zur Applikation eignen sich Borten und Ornamente, aber auch alte Broschen oder Haarspangen sowie ausgestanzte Schmetterlinge oder Dekoblüten. Natürlich dürfen auch frische Blumen am Ende nicht fehlen! Die folgenden Bastel- und Dekorationsideen wurden von Heike Westermann-Wenzel von Littleseastar entwickelt.

Ein schönes Schild zum Aufhängen!

Um ein tolles Schild zu basteln, benötigt man ein beliebiges Stück Holz, am besten unbehandelt. Das kann zum Beispiel ein Rest Sperrholz sein oder Fichtenholz. Sofern das Holzstück noch nicht die richtige Form besitzt, müsste diese zunächst zugesägt werden. Andernfalls kann man sofort losgelegen:

Der Holzschliff: Zuerst wird das Holz etwas abgeschliffen, damit die Oberfläche nicht mehr zu rau ist. Dafür verwendet man in der Regel Schleifpapier oder eine Schleifmaschine. Achten Sie beim Schleifen vor allem auf Gleichmäßigkeit und dass sich das Holz am Ende schön glatt anfühlt.

Die Löcher bohren: Um das Schild später aufhängen zu können, müssen noch zwei Löcher gebohrt werden. Das gelingt am besten mit einer Bohrmaschine. Aber auch ein Akkuschrauber mit einem extra Holzbohraufsatz ist für ein flaches Stück Holz völlig ausreichend. Damit das Schild am Ende auch geradehängt, ist hier besonders der gleichmäßige Abstand der Bohrlöcher zu beiden Seiten hin wichtig.

Das Einfärben: Das Holz wird nun in der gewünschten Farbe lackiert oder eingefärbt. Dazu eignen sich zum Beispiel ganz gewöhnliche Acrylfarben oder auch Dekorfarben aus dem Baumarkt. Achten Sie hierbei vor allem auf einen gleichmäßigen Farbauftrag. Um ein ansehnliches Ergebnis zu erzielen, bietet es sich für Ungeübte an, mit einem Pinsel oder einer Farbrolle zwei dünne Farbschichten nacheinander aufzutragen.

Der Schriftzug: Sobald die Farbe getrocknet ist, kann der Schriftzug aufgebracht werden. Je nachdem, wofür man das Schild verwenden möchte, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Wer geübt und sehr geschickt ist, kann den Schriftzug mit einem entsprechenden Pinsel per Hand auftragen. Hilfreicher ist es jedoch, eine Schablone zu verwenden, die man vorher gebastelt hat. Aber natürlich gibt es im Bastel- und Heimwerkbedarf auch eine große Auswahl an fertigen Schablonen zu kaufen. Verwendet werden kann hier ebenfalls ganz normale Acryl-oder Dekorfarbe. Besonders schick ist allerdings sogenannte Strukturpaste, denn diese sorgt für eine Art 3D-Effekt. Strukturpaste ist eine spachtelbare Modellierpaste, die weiß und deckend trocknet und am Ende sogar mit Acrylfarbe eingefärbt werden kann.

Die Dekoration: Beim Verschönern des Schildes kann man der Fantasie ruhig freien Lauf lassen! Je nach Verwendungszweck kann das Schild mit Ornamenten, Blumen, Schmetterlingen oder anderen Motiven ganz nach individuellem Geschmack verziert werden.

Die Aufhängung: Am Schluss muss nur noch eine passende Kordel oder ein Band durch die Löcher gezogen werden, fertig ist das selbsthergestellte Schild!

Schöne Dosen und Kisten zum Bepflanzen!

Aus ein paar Konservendosen oder alten Obstkisten lassen sich wunderbare Pflanzgefäße selbst herstellen. Wer keine Obstkiste zur Verfügung hat, der kann auch auf ausrangierte Schubladen zurückgreifen oder natürlich selbst eine passende Kiste bauen. Wenn die Gefäße bereitstehen, kann es losgehen:

Vorbereitung: Die Konservendosen sollten gründlich ausgewaschen und getrocknet sein, bevor sie zum weiteren Basteln verwendet werden. Die Holzkiste sollte stabil sein und wird durch Abschleifen für den Farbanstrich vorbereitet. Dabei muss das Holz nicht vollständig glatt aufbereitet werden, so dass es noch seine natürliche Optik behält.

Farbe: Anschließend werden die Dosen und die Holzkisten in der gewünschten Farbe lackiert beziehungsweise angestrichen. Für das Holz eignen sich neben farbigem Lack wieder Acryl- oder Dekorfarben, bei den Dosen kann man natürlich auch auf spezielle Produkte für Metall zurückgreifen. Wer es aber gerne einfach und schnell liebt, für den gibt es sogenannte Colorsprays in verschiedenen Farbtönen, die sich sogar für viele Untergründe eignen! Und wer etwas mehr handwerklichen Aufwand nicht scheut, der kann zum Beispiel die Holzkisten anschließend noch mit feinem Schleifpapier nachbearbeiten, um einen sogenannten Used Look zu erreichen.

Verzierung: Ist die Farbe auf den Dosen und auf dem Holz gut abgetrocknet, kann mit dem Verzieren begonnen werden. Auch hier ist alles erlaubt, was Spaß macht und gefällt: Borten oder Bordüren können rund um die Dosen und Kisten am besten mit einem Heißkleber angebracht werden. Andere Motive wie Blumen, Schmetterlinge oder ähnliches lassen sich hervorragend ebenfalls aufkleben, aufmalen oder aufstempeln. Auch Schmuckelemente wie Ornamente oder Dekosteine können natürlich nach eigenem Belieben auf die Gefäße angebracht werden. Seien Sie einfach kreativ und toben sich aus!

Auskleiden der Kisten: Damit die Holzkisten am Ende auch bepflanzbar sind, ist es sinnvoll, diese von innen mit einer Kunststofffolie auszukleiden. Das dient dazu, das Holz vor der feuchten Erde besser zu schützen und so ein Aufquellen des Holzes zu verhindern. Die Folie wird also innen so ausgelegt und in die Ecken gedrückt, dass die Kiste nachher auch vollständig mit Erde aufgefüllt werden kann. Um ein Verrutschen der Folie zu vermeiden, ist es ratsam, diese am Holz entweder festzutackern oder eventuell mit kurzen Nägeln zu fixieren.

Bepflanzung: Jetzt sind die Dosen und Kisten so weit fertig, dass sie bepflanzt werden können. Füllen Sie dazu  handelsübliche Blumenerde in die Gefäße und setzen Sie darin die Blumen ein. Besonders farbenfroh sind besonders im Frühling Osterglocken oder Primeln, aber selbstverständlich eignet sich auch jede andere Topfpflanze dazu.

Dekoration: Zum Schluss lassen sich noch diverse Dekoartikel auf die Erde setzen: Da gibt es in jedem Blumen- oder Dekoladen eine große Auswahl an Figuren aus Holz, Metall oder Porzellan, bei der sicher für jeden Geschmack etwas dabei ist. Kleiner Tipp: Besonders schön sehen kleine Vogelnester mit Dekoeiern zwischen den bunten Blumen aus!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nachbasteln!

Text: Kathrin Andreas

Bilder & Idee: Heike Westermann-Wenzel (Littleseastar)

 

 

Kathrin Andreas hat nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium an der Ruhr-Universität Bochum ihre Leidenschaft, mit Texten aller Art zu arbeiten, zum Beruf gemacht. Seit 2017 arbeitet sie als freie Korrektorin, Lektorin und Texterin. Näheres unter www.woerterwald.com

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