Angriffe von wilden Tieren abwehren

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Zugegeben – in unserer zivilisierten Welt ist eine Hai-Attacke oder ein aggressives Känguru keine Gefahr. Aber wehe, man fährt ahnungslos in den Abenteuerurlaub oder auf Safari. Hier lesen Sie erprobte Tipps, wie Sie wilden Tieren gegenüber richtig agieren.

Glaubt man den Statistiken im unten folgenden Video, so gibt es 6 tödliche Hai-Angriffe im Jahr, 10 von Wölfen auf Menschen, 22 tödliche Angriffe von Löwen und überraschenderweise 500 Todesfälle durch aggressiv gewordene Elefanten! Nashörner stehen den Elefanten in nichts nach und sind ebenfalls für 500 Todesfälle im Jahr verantwortlich. Allerdings ist dies nichts gegen die Krokodile, die nicht nur Crocodile Dundee Schwierigkeiten machten, sondern es gibt bis heute ca. 1000 tödliche Attacken von Krokodilen im Jahr! Das gefährlichste wilde Tier ist aber die Schlange, die leider tatsächlich für 100.000 Todesfälle im Jahr verantwortlich ist.

1. Hai-Attacken überleben:

Von 150 Arten an Haien sind es nur 20, die für uns Menschen gefährlich werden können. Die meisten von uns betrachten uns gar nicht als leckeres Häppchen. Leider ziehen wir Haie über Kilometer hinweg magisch an, wenn wir Blut verlieren oder ins Wasser urinieren! Also besser nicht beim Baden, einfach Wasser lassen…
Wenn es zu spät ist, so sollen wir laut dem hilfreichen Video von brightside.me dem Hai beim Wegschwimmen nicht den Rücken kehren! Auch sollten wir uns keine Panik anmerken lassen. Wir sollten uns langsam face-to-face zum Hai fortbewegen. Wenn er uns attackiert, so sollten wir ihn auf Augen und Kiemen schlagen, dort ist er besonders empfindlich und wird von uns ablassen. (All diese Tipps lassen sich natürlich nur umsetzen, wenn man sich darauf vorbereitet hat! Leider reagieren wir instinktiv eher anders. Daher ist es besonders wichtig, vor einer Urlaubsreise in eine Region, wo mit Hai-Attacken zu rechnen ist, sich diese Szenen genau vorzustellen).

2. Aggressive Kängurus abwehren:

Kängurus sind gewöhnlich nicht aggressiv, können aber nervös werden, wenn wir ihr persönliches Territorium betreten, da sie dies als Angriff werten. Kommt eines auf uns zu, so gibt es einen einfachen, wenn auch überraschenden Trick: Wir sollen husten! Ja, nicht schreien oder reden, sondern husten. Das Känguru weicht instinktiv zurück, weil es das Husten anscheinend als Krankheit einordnet, die es nicht haben will… Dann gehen wir langsam rückwärts zurück. So wirken wir kleiner und weniger gefährlich. Sich umdrehen und wegrennen, ist genauso falsch, wie dem Hai den Rücken zuzuwenden. Das Känguru wäre beunruhigt und hätte uns dank seiner kräftigen Sprungbeine im Nu erreicht.

männlicher Löwe, Angriffe abwehren
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3. Löwenangriffe verhindern

Um es gar nicht erst zu einem Angriff eines Löwen kommen zu lassen, sollten wir mit der Raubkatze in Augenkontakt bleiben. Dann sollten wir versuchen uns größer und imposanter darzustellen, indem wir z.B. eine Jacke hochhalten und so bedrohlicher wirken. Haben wir keine Jacke, so sollten wir die Arme hochheben. Zudem sollten wir mit einer lauten Stimme mit dem Löwen sprechen und agieren. Das alles passt für den Löwen nicht zum Verhalten eines Beutetieres und er wird von uns ablassen.

4. Elefantenangriffe überleben

Elefanten sind eigentlich friedliche Tiere. Jedoch kommt es öfters vor, dass Elefantenkühe ihren Nachwuchs in Gefahr sehen, wenn wir Menschen in der Nähe sind. Begegnen wir einem Elefanten, sollten wir seine Körpersprache studieren. Sind seine Ohren zurückgelegt und rollt er den Rüssel? Dann haben wir höchste Gefahrenstufe. Mit dem Rüsseln kann er kräftige Schläge ausführen und natürlich kann er losrennen… Wir sollten uns dann langsam von ihm entfernen! Auch hier gilt wieder: Nicht rennen! Denn der Riese hätte uns im Nu wieder eingeholt. Besser ist es, einen möglichst großen Gegenstand zwischen sich und den Dickhäuter zu bekommen, wie einen großen Felsbrocken.

5. Nashorn-Attacken überstehen

Nashörner haben schlechte Augen und sind daher leicht zu provozieren und zu verängstigen. Da die Kolosse sehr schnell werden können, ist es auch hier wieder ratsam nicht blind davon zu rennen, sondern überlegt. Das Beste ist, sich in der Nähe einen Baum zu suchen und hinter diesem weg zu rennen. Dann sind wir außer Sichtweite und der Baum verwirrt die Sicht des Nashorns. Leider gelingt eine Flucht durch Steppe, Gras oder Sträucher nicht.

nilpferd, Angriffe wilder Tiere abwehren
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6. Nilpferde nicht reizen

Nilpferde sind groß und schwer und erstaunlich schnell. Sie sind leicht reizbar. Wenn es sehr heiß ist in der Steppe, halten sie sich in Sträuchern oder hohen Gräsern auf, weil ihnen das Wasser in der Nähe zu heiß ist. Das muss man wissen, wenn man auf Safari-Tour ist. Denn leicht schreckt man sie dort auf und sie versuchen einen zu jagen. Dann hilft es einen Baum zu erklettern, auf einen steilen Hügel oder Felsen. Das Nilpferd wird sich nach einer Weile wieder entfernen.

7. Stieren entkommen

Stiere reagieren gar nicht auf die Farbe Rot, sondern auf schnelle Bewegungen. Wenn einer auf uns zu rennt, ist es das beste, ruhig stehen zu bleiben, auch wenn wir lieber Reißaus nehmen würden! Nehmen Sie dann wie ein Torrero Ihr Shirt oder Hut als Köder zum Anlocken und  warten Sie, dass der Stier dieses anvisiert. Sobald er los läuft, werfen Sie es möglichst weit weg. Der Stier wird ihm hinterherlaufen und Sie können sich entfernen.

8. Was tun nach einer Begegnung mit einer Qualle

Die Berührung von Quallen kann oft langwierige schmerzhafte Hautirritationen wie Verbrennungen auslösen. Der alte Trick, darauf zu urinieren ist keine gute Idee. Das Beste ist es, die Stelle mit Salzwasser abzuwaschen! Kein Süßwasser oder solches aus der Flasche, das verschlimmert das Brennen nur. Dann sollten Sie mit einem kleinen Stock, oder falls vorhanden mit einer Pinzette, die Reste der Qualle von der Haut wegnehmen. Anfassen ist keine gute Idee! Eine Salbe mit Histaminika unterbindet die schlimmsten Hautreaktionen.

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9. Krokodilangriffe abwehren

Krokodile haben bekanntermaßen die stärksten Gebisse auf der Welt, neben dem Hai natürlich. Aber sie haben zudem noch äußerst starke Kiefer. Man kann also nicht so leicht entkommen, wenn ein Krokodil mit dem Gebiss schon mal zugepackt hat. Allerdings sind die Augen empfindlich. Schlagem Sie also hier mit der Faust hin. Hat ein Krokodil uns im Visier, sollten wir viel Lärm machen und im Zickzack-Muster weglaufen. Normales Weglaufen wird nichts bringen. Das Krokodil ist sehr schnell und kräftig.

Begegnet uns ein Krokodil im Wasser, so sollten wir hier nicht laut werden und keine Spritzer verursachen. Wenn wir leise wegschwimmen, ist dies das Beste.

10. Schlangenbisse verhindern

Schlangen greifen weniger häufig an, als wir vermuten. 80 % der Schlangenbisse kommen daher, dass Menschen versuchten, die Schlangen zu fangen. Werden wir von einer Schlange verfolgt oder ist eine in der Nähe, so ist es ein einfaches, wirksames Mittel, mit den Füßen auf dem Boden zu stampfen. Die Erschütterung wird die Schlange verwirren. Sind wir von einer Schlange gebissen worden, sollten wir es nicht so machen wie in den Hollywoodstreifen und das Gift ansaugen und ausspucken. Nein, besser ist es die Bissstelle unter fließendem Wasser auszuwaschen. Dann sollten wir die Stelle aber doch wie in den Filmen mit einem Streifen Stoff abbinden und schleunigst in eine Notaufnahme fahren.

11. Bärenangriffe vermeiden

Normalerweise greifen uns Bären nicht an. Wenn doch, so sollten wir auch hier nicht schnell wegrennen, sonst wirken wir wie ein Beutetier. Zudem sind die Bären viel zu schnell für uns. Besser ist es, sich auf dem Boden einzurollen und den Nacken zu schützen. Wir müssen uns dann todstellen! Der Bär wird uns vielleicht kurz hin- und herschubsen um zu gucken, ob wir uns bewegen. Das müssen wir aushalten. Auch wenn er von uns ablässt, kann er sich noch in der Nähe aufhalten. Wir sollten eine Weile so liegenbleiben und uns nicht bewegen.

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12. Gorilla-Angriffe vermeiden

Gorillas sind die Könige im Dschungel und wollen auch so behandelt werden. Wir sollten uns ihnen gegenüber also etwas unterwürfig und folgsam zeigen. Am besten ist es, wir machen uns klein und setzen uns nieder. Dann flüstern wir dem Gorilla beruhigende Worte zu und schauen ihm in die Augen. Kommt es doch zu einem Angriff, so rollen wir uns ein. Gorillas greifen keine schwächeren, hilflosen Wesen an, sie sind stolze Tiere.

13. Angriffe von Bienen vermeiden

Bienenangriffe können auch erfolgen, wenn wir nur an einem Bienennest vorbeigehen. Oft liegt dies an der Farbe unserer Kleidung. Wenn diese dunkel ist, macht dies die Bienen nervös. Wenn wir von einem ganzen Schwarm oder einzelnen Bienen verfolgt werden, so ist es das beste in einen dunklen Raum oder Bereich zu fliehen.


Natürlich wollen diese Tiere uns nichts Böses, sondern ihre Angriffe basieren auf Missverständnissen. Kommen wir unvorbereitet in solche Gefahrensituationen, reagieren wir leider instinktiv oft falsch. Daher ist es besser vor einer Urlaubsreise in die Heimatländer von Löwen, Elefanten und co. uns auf solche Begegnungen vorzubereiten und wilde Tiere nicht als niedliche Stofftiere oder wie unsere Haustiere anzusehen, sondern sie in ihrer Wildheit zu respektieren.

 

J. Florence Pompe ist freiberufliche Texterin seit 2010. Nach dem Studium der Germanistik und Pädagogik arbeitete sie einige Jahre in einem kleinen Lehrmittelverlag.
Als Texterin führt sie mehrere eigene WordPress-Blogs und arbeitet für Kunden redaktionell.
Am liebsten schreibt sie über Mode, Schmuck, Interieur, Design und Kunst. Alles, was mit Farben und Formen zu tun hat, fasziniert sie. Zum Thema Mode hat sie eine besondere Affinität, da sie in ihrer Jugend viel genäht hat und sich mit Stoffen und Schnitten gut auskennt.

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