Trocken werden: So kommt Ihr Kind aus den Windeln heraus

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Zur Zeit unserer Eltern und Großeltern war es erstrebenswert, dass der Nachwuchs möglichst schnell ohne Windel auskommt und lernt, auf das Töpfchen oder die Toilette zu gehen. Zum Teil mit Druck war dies sicherlich nicht immer die beste Lösung. Heute verhält es sich da anders und die meisten Eltern sind entspannter, was das Trocken werden angeht. Dennoch sollte auch Ihr Kind irgendwann den Windeln Adé sagen und die Toilette besuchen. Dafür finden Sie hier fünf Tipps, die dabei unterstützen können.

Viele Mädchen und Jungen brauchen bis zum dritten Lebensjahr noch Windeln. Andere Kinder sind früher trocken, wiederum andere Kinder tragen auch noch länger Windeln. Der Trend geht im deutschsprachigen und allgemein europäischen Raum dahin, dass Kinder generell länger Windeln tragen – und das muss noch lange nicht negativ sein. Denn bis zum 5. Lebensjahr sehen Kinderärzte kaum Probleme darin, wenn Ihr Kind noch nicht (regelmäßig und zuverlässig) die Toilette besucht – so berichtete bereits die Huffington Post im August 2016.

Es kann Kindern Spaß machen, aufs Töpfchen zu gehen. PublicDomainPictures / Pixabay

Dennoch gibt es natürlich Tricks und Tipps, wie man dem eigenen Kind das Töpfchen “schmackhaft” machen und es dazu animieren kann, dieses auch zu benutzen. Sie finden im Folgenden eine Reihe an Tipps, die Ihnen und Ihrem Kind in dieser Hinsicht helfen können.

Nur ein Tipp sei dabei auf jeden Fall gegeben: Bleiben Sie entspannt und setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck!

Tipps zum Trocken werden für den Nachwuchs

Tipp 1: Setzen Sie auf “Töpfchenbücher”

Ihr Kind möchte ein neues Bilderbuch haben? Prima! Lassen Sie es sich in der Buchhandlung eines aussuchen und Ihr Kind darf das Buch dann auf dem Töpfchen sitzend anschauen. So hat das Kind einen Anreiz, auf das Töpfchen zu gehen und mit etwas Glück ist die Windelzeit bald schon vorüber.

Dabei kann es aber auch eine größere Auswahl an Büchern sinnvoll sein. Und es gibt auch Bücher, die sich für dieses Thema besonders eignen. Diese stellen wir Ihnen hier vor:

Tipp 2: Verzichten Sie öfter mal auf die Windel

Dieser Tipp lässt sich in der wärmeren Jahreszeit einfacher umsetzen, da hierbei doch mal etwas “daneben” gehen kann. Lassen Sie die Windel einfach mal weg und lassen Sie Ihr Kind spüren, wie es ist, wenn es keine Windel trägt. Im Sommer kann dies vor allem im Garten ganz einfach gemacht werden, je nach Bodenbelag und Ihrem Willen, später vielleicht zu putzen, kann man diese Taktik aber auch im Haus oder der Wohnung anwenden.

Doch vorsichtig: Nicht jedes Kind findet es spitze, plötzlich “unten ohne” herumzulaufen. Manche Kinder werden sich dagegen wehren und – zumindest vorerst – auf die Windel bestehen. Drängen Sie Ihr Kind in diesem Fall nicht!

Tipp 3: Lassen Sie Ihr Kind das Töpfchen aussuchen

Ihr Kind lehnt das Töpfchen bisher absolut ab? Dann lassen Sie Ihr Kind doch selber ein Töpfchen aussuchen. Es gibt inzwischen eine große Auswahl am Markt, mit Musik und ohne, mit Treppe und vielerlei Extras. Alternativ kann für Ihr Kind auch ein Toilettenaufsatz für das “richtige Klo” in Frage kommen.

Fragen Sie Ihr Kind einfach mal, was es möchte und wie es sich die perfekte Toilette vorstellen würde. Auf diese Weise finden Sie sicherlich schnell ein passendes Töpfchen für Ihren Nachwuchs.

Tipp 4: Motivieren Sie Ihr Kind!

Möchte Ihr Kind schon alleine auf die Toilette gehen, vergisst aber öfter den WC Besuch und hat somit eine nasse Hose? Dann sollten Sie Ihr Kind beim Trocken werden unterstützen. Stellen Sie anfangs zum Beispiel einen Timer in einem festen zeitlichen Intervall, sodass Ihr Kind regelmäßig die Toilette oder das Töpfchen besuchen kann.

Mit der Zeit kann man die Intervalle dann vergrößern bis der Timer irgendwann ausgedient hat. Eine Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Ihr Kind bereits bereit dazu ist, auf die Windel zu verzichten und regelmäßig Erfolgserlebnisse hat.

Kleine Jungs und Mädchen werden früher oder später auch die Toilette benutzen. FreeToUseSounds / Pixabay

Tipp 5: Verzichten Sie bei Pannen auf Bestrafungen

Kein Kind ist perfekt und vor allem am Anfang können noch manche Unfälle oder Pannen geschehen. In diesem Fall sollten Sie Ihrem Kind Sicherheit geben und Verständnis zeigen. Auf Strafen sollte hingegen verzichtet werden – das würde Ihrem Kind nur noch mehr Druck aussetzen und das bereits negative Erlebnis noch verschlimmern. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Windel benutzt wurde oder die Hose nass gemacht wurde – in jedem Fall braucht Ihr Kind nun Halt und das Gefühl, dennoch geliebt zu werden.


Diese fünf Tipps können Ihnen und Ihrem Kind dabei helfen, schon bald auf die Windel verzichten und Trocken werden zu können. Sicherlich gibt es aber auch noch andere Wege und Tricks – was für Erfahrungen haben Sie diesbezüglich schon sammeln können?

Text: Hauke Eilers

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