Gebrauchtes online verkaufen: mit diesen Tipps zum schnellen Geld

Gebrauchtes im Internet verkaufen
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Ein Umzug ist geplant – allerdings ohne Ihre alten Möbel – der Kinderwagen verstaubt im Keller oder Sie benötigen einfach Nachschub für Ihre Freizeitkassa? Das Geld kann in jeder Ecke liegen. Sofern Sie kein Trennungsschmerz plagt, können Sie Ihre gebrauchten Waren schnell loswerden. Erfahren Sie hier, wo Sie Gebrauchtes im Netz am besten anbieten und wie Sie mit unseren 5 Tipps einen Verkaufserfolg feiern.

Über welche Verkaufsplattformen kann ich meine Ware anbieten?

  • Ankaufportale: Wollen Sie Ihre gesamte Hausbibliothek, Elektrogeräte wie Handys oder Spielkonsolen, Filme und CDs unkompliziert loswerden, eignen sich Ankaufportale wie rebuy, Buchmaxe oder zoxs. Dort erfahren Sie bereits nach wenigen Klicks, wie viel Geld Ihnen für die gebrauchte Ware geboten wird.
    Vorteil: Über Ankaufportale können Sie auf einen Schlag viele gebrauchte Artikel loswerden und müssen sich nicht mit unzähligen Nachrichten und Anrufen herumärgern.
    Nachteil: Die Angebote der Ankaufsportale liegen meist weit unter dem, was ein Privatkäufer dafür hinblättern würde.

    Tipp: Wollen Sie schnell herausfinden, wo Sie am meisten verdienen, lohnt sich ein Besuch auf der Vergleichsplattform werzahltmehr.de. Dort werden alle Ankaufportale miteinander verglichen und Sie haben den besten Preis sofort auf dem Schirm.

  • Online-Marktplätze und -Kleinanzeigen: Anbieter wie willhaben, eBay-Kleinanzeigen oder shpock sind beliebte Verkaufsportale, auf denen viele Käufer und Verkäufer ihr Glück (ver)suchen. Auch Verkaufsgruppen für Ihre Region auf Facebook eignen sich, um Gebrauchtes in Bares zu verwandeln.
    Vorteile: Es ist möglich, höhere Preise zu erzielen und selbst sperrige Waren loszuwerden, wenn man regional anbietet. Hier können Sie außerdem von der Schraube bis hin zum Haus alles einstellen, von dem Sie sich trennen möchten.
    Nachteile: Es gibt keine Verkaufsgarantie. Mit einer unattraktiven oder fehlenden Beschreibung oder einem viel zu hoch angesetzten Preis verschwindet Ihr Angebot gleich in der Masse. Eine gute Vermarktung der gebrauchten Produkte ist hingegen mit einem höheren Zeitaufwand verbunden.
Gebrauchte Bücher verkaufen
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Mit diesen 5 Tipps gelingt der Verkauf bestimmt:

1. Gebrauchte Produkte gekonnt fotografieren

Nein, Sie müssen kein Profi-Fotograf sein oder sich eine Spiegelreflex-Kamera leisten, damit Sie Ihre Gebrauchtwaren schnell loswerden. Eine halbwegs gute Handykamera genügt – und außerdem diese Tipps:

  • Nutzen Sie das Tageslicht für eine perfekte Aufnahme. Weniger optimal sind dunkle Räume und Blitzlicht.
  • Achten Sie auf den Hintergrund: Ein Chaos im Abwaschbecken oder ein zerwühltes Bett wirkt alles andere als professionell. Es empfiehlt sich ein möglichst neutraler Hintergrund (sauberer Tisch, sauberer Boden, weiße Wand), der einen Kontrast zum abgebildeten Objekt darstellt (z. B. dunkles Shirt auf hellerem Boden). Vermeiden Sie ablenkende Objekte im Hintergrund und bringen Sie nur das zum Verkauf angebotene Produkt in den Fokus.
  • Kleidung wirkt auf den Fotos attraktiver, wenn sie angezogen ist. Schlüpfen Sie selber ins Outfit oder stellen Sie Freunde und Verwandte ins Rampenlicht. Falls erwünscht, muss das Gesicht natürlich nicht aufs Foto oder kann unkenntlich gemacht werden. Es geht nur darum, dass der Schnitt besser erkennbar wird. Oft reicht es auch schon, wenn Shirts, Jacken, Kleider etc. auf einem Bügel hängen.
  • Fotografieren Sie das Produkt von mehreren Seiten und machen Sie mindestens ein Foto, auf dem das Produkt im Ganzen zu sehen ist. Dieses Foto eignet sich auch am besten als Titelbild für die Anzeige.
  • Verwenden Sie für die Anzeige immer eigene Fotos und keine Symbolbilder aus dem Internet. Sind Mängel vorhanden, sollten diese ebenfalls abgebildet und im Text erwähnt werden.
Gebrauchtwaren fotografieren
Meditations / Pixabay

2. Gebrauchtes im Internet verkaufen: Nie ohne Text!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte? Nö. Beim Verkauf von gebrauchten Waren sagt ein Bild alleine genau gar nix. Kleidergrößen, Alter, Zustand der Ware, eventuelle Mängel, all das gehört in die Produktbeschreibung, damit dem Interessenten auf einen Blick alle wichtigen Infos präsentiert werden und keine Frage offen bleibt. Je detaillierter, desto besser. Bevor sich ein Interessent die Mühe macht nachzufragen, hat er meist schon auf „Weiter zur nächsten Anzeige“ geklickt. Außerdem hilft eine genaue Beschreibung, in den Suchergebnissen besser gefunden zu werden. Oft lohnt sich daher auch die Verwendung von Synonymen oder relevanten Wörtern. Ein Beispiel: Sie möchten Ihr hübsches rotes Kleid verkaufen. Damit möglichst viele auf die Anzeige aufmerksam werden, können Sie zusätzlich Begriffe wie „Partykleid“, „Abendkleid“, „Ballkleid“ oder „festliches Kleid“ verwenden – selbstverständlich nur, wenn diese Angaben der Wahrheit entsprechen.

3. Gebrauchtes zum richtigen Zeitpunkt verkaufen

Während Sie diese Zeilen lesen, hören Sie schon die Kassa klingeln? Bevor Sie nun Ihre halbe Wohnungseinrichtung auf dem virtuellen Flohmarkt anbieten, sollten Sie eine geschickte Auswahl treffen: Saisonale Kleidung oder Arbeits- und Sportgeräte finden nur dann guten Absatz, wenn die Nachfrage hoch ist. So sollten Sie Winterbekleidung oder Schneefräse nicht im Sommer online stellen, sondern erst kurz vor und während der Wintersaison.

4. Auf der Suche nach dem richtigen Preis

Die Preisfindung kann ziemlich knifflig sein. Ein zu hoher Preis schreckt Interessenten ab, werden Sie kurz nach dem Veröffentlichen von zwei Dutzend Anrufern terrorisiert, wäre preislich sicher mehr drin gewesen. Deshalb: Recherchieren, was das Zeug hält. Suchen Sie in Kleinanzeigenportalen nach genau dieser Ware in ähnlichem Zustand und machen Sie sich ein Bild von den Preisen. Trägt die Anzeige schon ein älteres Datum, ist das Angebot wohl zu hoch und Sie werden nicht umhin kommen, Ihren Preis niedriger anzusetzen. Ist die Nachfrage groß, können Sie sich im gleichen oder sogar etwas höheren Bereich ansiedeln. Die Option, Ihr Preis sei verhandelbar, ist eine gute Möglichkeit, um Interessenten zur Kontaktaufnahme zu animieren. Dann heißt es nur noch geschickt verhandeln.

Verkaufen im Internet
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5. Fast am Ziel: Auf Anfragen rasch reagieren

Sie checken Ihre E-Mails nur alle paar Tage? Dann bevorzugen Sie vielleicht die Kontaktaufnahme per Telefon oder SMS. Möchten Sie kein ständig klingelndes Telefon um sich haben, sollten Sie um eine Kontaktaufnahme per E-Mail bitten. Erreicht Sie eine Anfrage, antworten Sie zeitnah. Das erhöht die Chancen, dass der Interessent auch tatsächlich bei Ihnen kauft. Bei Gebrauchtwarenbörsen mit Bewertungssystem kann das außerdem zu einer positiven Bewertung führen. Für den sichersten Verkauf eignet sich die persönliche Übergabe. Ist das nicht möglich und Sie bieten auch Versand für Ihre Ware an (Achtung: Versandkosten schon zuvor ermitteln und gegen Aufpreis verrechnen), so warten Sie unbedingt, bis das Geld tatsächlich auf Ihrem Konto ist.

Und, hören Sie es auch schon klingeln? Viel Erfolg beim Privatverkauf!

Regina Langreiter

 

 

Regina Langreiter ist freie Texterin, zweifache Mama und wohnt inmitten der österreichischen Alpen. Kaum verwunderlich, dass sie sich den Themen Bergsport und Familie verschrieben hat und ihr Wissen und ihre Leidenschaft gerne in authentische Texte verpackt.

https://www.aufgetextet.at

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