Auch im Baumarkt: Verpackungen reduzieren und vermeiden

(akz-o) Fertiggerichte aus dem Supermarkt, Obst in der Frischebox oder Coffee-to-go stillen bequem das Hungergefühl oder verschaffen den schnellen Koffeinkick. Und sie hinterlassen wachsende Berge an Plastikmüll. Laut Angaben des Online-Portals statista produziert jeder Deutsche pro Jahr durchschnittlich 37,6 kg Plastikmüll.

Um Müll zu vermeiden und die Verschwendung von Ressourcen zu stoppen, ist jeder Einzelne gefragt. Wer den Pausensnack in der Brotbox verstaut oder das Heißgetränk in der Thermoskanne dabei hat, leistet bereits einen wichtigen Beitrag.

Auch der Heimwerker kann aktiv werden, indem er lose Produkte wie Schrauben und Eisenwaren kauft. In den toom Märkten können diese losen Waren in Papier statt Plastiktüten verpackt werden. Der Erfolg: 2,5 Millionen Kunststofftüten werden jährlich durch zertifizierte Papiertüten ersetzt. Dies ergibt eine Einsparung von zehn Tonnen Kunststoff und umgerechnet sechs Tonnen CO₂-Emissionen.

Kunststoff-Recyklat spart CO₂-Emissionen

Handelsunternehmen wie z. B. toom, ein Unternehmen der REWE Group, setzen auf Nachhaltigkeit – und auf Mehrweg-Produkte wie Tragetaschen aus Baumwolle oder Recyclingmaterial. Bereits 2018 wurde in den Baumärkten auf Mehrwegtüten umgestellt. 470.000 weniger Einwegplastiktüten jährlich ist die Bilanz.

Als erster Baumarkt in Deutschland hat das Unternehmen zudem bereits 2011 Dispersionsfarben in Eimern aus hundertprozentigem Kunststoff-Recyklat eingeführt. Rund 30 Prozent Ersparnis an CO₂-Emissionen summierten sich bis Ende 2018 auf rund 900 Tonnen Kohlendioxid. Zukünftig werden auch andere Produktgruppen auf Recyklat-Gebinde umgestellt.

Mehrweg statt Einweg

Mehrwegbeutel für Obst und Gemüse, Stoffbeutel für Brot und Brötchen oder wiederverwendbare Folien für die Aufbewahrung von Lebensmitteln – es gibt viele Wege, auf Plastik zu verzichten. Wieder verwendbare Wasserflaschen, Mehrwegbecher für Heißgetränke oder Mehrweg-Kaffeekapseln sind im Trend. Ex und hopp ist als Devise mehr und mehr passé. Ab 2020 werden zum Beispiel bei toom auch Paletten, mit denen Gärtner ihre Ware anliefern, über ein Kreislaufsystem mehrfach verwendet.
Nicht nur der einzelne bewusste Verbraucher kann für sich neue Lösungen finden, auch der Handel ist gefragt. Das Ziel: Verpackungen reduzieren, auf zertifizierte Materialien umsteigen und die Recyclingfähigkeit von Verpackungen verbessern.
Bildrechte: Toom, Akz-Ticker

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