Mondfinsternis und Blutmond 2018

Blutmond 2018
Seltenes Natur-Phänomen am 27. Juli 2018: Mondfinsternis und Blutmond 2018

Warum Sie dieses Jahrhundert-Ereignis nicht verpassen sollten

Heute Abend erwartet uns die längste Mondfinsternis unseres Jahrhunderts: Um 20.24 Uhr tritt der Mond für 103 Minuten in den Kernschatten der Erde ein. Das allein ist spektakulär. Die nächste Chance, eine Mondfinsternis zu beobachten, ergibt sich erst wieder am 9. Juni 2123. Aber das ist noch nicht alles, was Sie heute Nacht am Himmel erwartet.

Was Sie heute Abend am Himmel erleben können

  • Die totale Mondfinsternis beginnt ab 20.24 Uhr und dauert eine Stunde und 43 Minuten an.
  • Ab 22.15 Uhr haben Sie eine ungewöhnlich gute Sicht auf den „Roten Planeten“ Mars: Er ist nur rund 58 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
  • Die Internationale Raumstation (ISS) bewegt sich innerhalb von sechs Minuten von West nach Ost einmal über Deutschland hinweg. Sie ist der hellste Punkt am Himmel. Mit an Bord: der deutsche Astronaut Alexander Gerst.

 

Wie kommt es zu einer Mondfinsternis?

Eine absolute Mondfinsternis ist nur bei Vollmond möglich. Erde, Sonne und Mond müssen eine Reihe bilden. Zurzeit ist der Mond ungewöhnlich weit weg: Etwa 406.000 Kilometer ist er von der Erde entfernt. Normalerweise streift er bei Vollmond den Kernschatten (Umbra) der Erde nicht. Heute Abend geht er beinahe mittendurch.

 

Wieso färbt sich der Mond am 27. Juli 2018 blutrot?

Ab ungefähr halb neun heute Abend wirft die Erde einen Schatten auf den Mond. Sie schiebt sich zwischen Sonne und Mond. Die Erdatmosphäre bricht das Sonnenlicht. Dadurch gelangt rotes Licht in den Kernschatten der Erde – und färbt den Mond blutrot.

 

Wo Sie das Himmels-Spektakel am besten sehen

Der Mond wird zu Beginn der Mondfinsternis noch nicht überall aufgegangen sein. Wählen Sie zum Beobachten am besten einen erhöhten Punkt außerhalb der Stadt. Sie brauchen freie Sicht auf den Horizont in Richtung Süd-Osten.  Es sollte ein möglichst dunkler Ort mit wenig oder sogar ohne Lichtsmog sein. Mit einem Fernglas wird das Erlebnis noch eine Spur intensiver. Vielleicht haben Sie ja auch die Möglichkeit, eine Sternwarte oder ein Planetarium zu besuchen.

 

Wie Sie Blutmond und Mars fotografieren können

Je besser ihre Ausstattung, desto besser werden Ihre Fotos.

Sie brauchen

  • eine System- oder Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv (400 mm oder besser),
  • ein stabiles Stativ, um wackelfrei aufnehmen zu können und
  • freie Sicht auf den Horizont.

Verlassen Sie sich am besten nicht auf die Automatik-Einstellung Ihrer Kamera. Wenn Sie Fokus, Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert manuell einstellen, ist die Chance größer, schöne Aufnahmen zu machen. Ein Tipp: Verzichten Sie auf hohe ISO-Werte. Das führt schnell zu verrauschten Ergebnissen. Wählen Sie stattdessen eine längere Belichtungszeit. Mit Stativ und Fernauslöser verhindern Sie verwackelte Aufnahmen. Wenn Sie im RAW-Format aufnehmen, haben Sie später mehr Möglichkeiten, die Ergebnisse durch gezielte Foto-Nachbearbeitung zu verbessern.

Michaela Hövermann

Michaela Hövermann ist freiberufliche Texterin und Journalistin. Nach Beendigung ihres Studiums im Jahr 2000 hat sie ihren Traum wahrgemacht und angefangen zu schreiben. Ihre Schwerpunkte sind unter anderem Wirtschaft und Karriere, Technik, Sicherheit, Pädagogik, Psychologie, Liebe, Beziehung und Partnerschaft sowie Gesundheitsthemen. Portfolio: https://michaelahoevermann.contently.com/

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