Interessante und wichtige Fakten rund um die Visitenkarte

Visitenkarte
Was sollte auf einer Visitenkarte stehen? Foto: Pixabay.com

Eigentlich ist es heute ziemlich einfach, die Kontaktdaten von Kunden stets zur Hand zu haben oder die Telefonnummer einer Zufallsbekanntschaft zu notieren: Jeder hat ein Smartphone und kann die wichtigsten Angaben sofort abspeichern. Trotzdem hat die Visitenkarte längst nicht ausgedient. Dafür gibt es gute Gründe!

Woher stammt eigentlich der Begriff Visitenkarte?

Visitenkarte – darin steckt der englische Begriff “Besucher”. Es handelte sich also ursprünglich um eine Besucherkarte. Auch wenn ihre Geschichte viel weiter zurückreicht und es angeblich sogar im alten Ägypten schon Besucherkarten gegeben haben soll, so begann ihre europäische Tradition vor mehreren hundert Jahren. Einige Quellen sprechen vom 15., andere vom 17. Jahrhundert. Visitenkarten wurden damals meist als Ankündigung des Besuchs überreicht, sprich: dem Dienstboten auf ein Tablett gelegt, welches dieser dem Hausherrn überbrachte. Bald schon entdecken vor allem Dienstleister, wie Handwerker, die Möglichkeit, mit Visitenkarten auf Ihre Angebote aufmerksam zu machen. Vor allem im 18. Jahrhundert war ganz Europa verrückt nach Visitenkarten. So konnte man 1780 in einer Berliner Tageszeitung zum ersten Mal eine Werbung lesen, in welcher ein Designer für seine Dienste warb: Er hatte sich der Visitenkartenherstellung verschrieben.

Warum Sie eine Visitenkarte haben sollten

Das kleine Kärtli ist das Aushängeschild Ihrer Firma, Ihres Vereins, Ihrer Dienstleitung. Es macht Sie bekannter und sorgt dafür, dass Ihre wichtigsten Daten in Erinnerung bleiben. Einem Geschäftskunden überreicht, hat dieser die wichtigsten Angaben von Ihnen stets griffbereit. Eine eigene Karte zu haben, strahlt Professionalität aus – vorausgesetzt, die Karten sind hochwertig hergestellt und wurden nicht daheim selbst gebastelt. Während Sie einem Bekannten natürlich Ihre Webseite, Mailadresse oder Telefonnummer per WhatsApp mitteilen oder einfach aufschreiben können, sorgt die Karte dafür, dass Sie auch potentielle Kunden erreichen und das, zum Beispiel auf Messen oder an Vorträgen, sogar in grosser Zahl.

Ein Tipp: Keine Druckerei stellt heute noch ausschliesslich Visitenkarten her. Nutzen Sie doch die Möglichkeit, Ihre Kontaktdaten auch auf passende Merchandisingprodukte drucken zu lassen. Es lohnt sich, mal in den Angeboten der Druckereien zu stöbern.

Was sollte auf einer Visitenkarte stehen?

Hans / Pixabay

Schrift, Gestaltung und Inhalt müssen zu Ihnen und Ihrer Branche passen. Eine altmodische Schrift mag sehr gut zu einem Antiquitätenhändler passen, jedoch nicht zur Arztpraxis. Eine Blumenranke ziert die Visitenkarte einer Gärtnerei, aber nicht jene eines Anwalts. Überlegen Sie sich also gut, wie Sie Ihre Botschaft am besten rüberbringen können: Ist Ihre Firma eher flippig und modern, oder seriös und bodenständig? Bilder oder Logos können, aber müssen nicht vorhanden sein, wichtig ist, dass folgende Angaben auf Ihrer Visitenkarte stehen:

  • Vor- und Nachname
  • Beruf
  • Name Ihrer Firma, Ihres Vereins oder Blogs
  • Kontaktdaten: Telefonnummer und Mailadresse sowie, falls vorhanden, Ihre Webseite

Tipps für eine gute, professionelle Visitenkarte

  • Sparen Sie hier nicht am falschen Ort! Eine billige Visitenkarte macht einen ebensolchen Eindruck: Sie wirkt billig. Eine geschäftliche Karte sollte nicht überladen daher kommen. Bieten Sie Kinderbetreuung an oder möchten Sie auf Ihren Kegelclub aufmerksam machen, darf es natürlich kreativer und farbenfroh sein.
  • Ganz wichtig: Niemals, also wirklich nie, dürfen Zahlendreher oder Rechtschreibfehler auf einer Visitenkarte stehen. An besten schauen Sie zu zweit den Entwurf nochmals genauer an, bevor er zum Druck geht.
  • Sie können auch die Rückseite nutzen. Hier findet zum Beispiel ein Foto oder Ihr Slogan Platz. Das wird beispielsweise gerne von Gasthäusern genutzt. Ein schönes Beispiel ist die Visitenkarten vom Berggasthaus Edelweiss in Golzern.

  • Sie sind umgezogen oder haben eine neue Telefonnummer? Endlich ist auch eine eigene Webseite online? Kommen Sie besser gar nicht auf die Idee, die Daten von Hand zu ändern oder zu ergänzen. Das wirkt sehr unprofessionell und sieht so aus, als könnte sich Ihr Geschäft keine aktuellen Karten leisten.
  • Und ganz wichtig: Die besten Visitenkarten nützen nichts, wenn Sie daheim in der Schublade liegen. Achten Sie darauf, immer genügend bei sich zu tragen. Am besten sind sie in einem Visitenkartenetui aufgehoben, denn fleckige oder zerknickte Visitenkarten hinterlassen keinen guten Eindruck!

 

Sabine Itting

Geboren und aufgewachsen in Thüringen, lebt Sabine Itting seit vielen Jahren in der Schweiz, wo sie als Texterin, Autorin und Online-Redaktorin tätig ist. Ihre Liebe zum Landleben und ihr Interesse an Traditionen, Denkmalschutz, Naturheilkunde, Reisen und Wandern, spiegeln sich in ihren Texten wieder. Ihr Projekt «Naturerlebnis Alpen – Schweizer Wanderforum» ist inzwischen mit einem eigenen Online-Magazin im Netz zu finden. Sie ist Inhaberin vom «Schweizer Textservice» und schreibt für Webseiten, Blogs und Printmedien.

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