Heilwolle – ein uraltes Naturheilmittel wiederentdeckt

Heilwolle
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Die heilende Wirkung naturbelassener Schafwolle

Das Wissen darüber, dass Wolle als traditionelles Hausmittel viele Beschwerden lindern kann, ist weitestgehend in Vergessenheit geraten. Dabei kann Heilwolle einen plötzlichen Hexenschuss ebenso lindern, wie Verletzungen oder Migräne und sollte deshalb in keiner Hausapotheke fehlen.

Heilwolle in der Volksmedizin

Haben Sie schon einmal von Heilwolle gehört? Es handelt sich dabei um unbehandelte, naturbelassene Schafwolle. Um sich vor der Witterung zu schützen, sondern Schafe Lanolin (Wollwachs) ab, welches sich in der Wolle verteilt. Lanolin wird aufgrund seiner entzündungshemmenden und pflegenden Eigenschaften von der Kosmetikindustrie für Wund- und Pflegesalben eingesetzt. Weniger bekannt dagegen ist die Heilwolle, die in grösseren Apotheken oder in Naturapotheken erhältlich ist. Heilwolle enthält keinerlei chemische Zusätze, sondern wird nach der Schur lediglich gereinigt und gekämmt.

Wie Heilwolle wirkt

Um Ihre Wirkung entfalten zu können, wird Heilwolle direkt auf der Haut angewendet. Durch die Berührung regen die kleinen Wollhärchen die Hautdurchblutung an, wodurch das Wollfett seine Wirkung voll entfalten kann. Nach dem Auflegen verspürt der Patient schon bald ein Kribbeln und angenehme Wärme auf der Haut. Möglicherweise kommt es vorrübergehend zu einem leichten Juckreiz. Das alles sind Zeichen für die Wirkung der Wolle: Die Haut wird jetzt gut durchblutet. Heilwolle ist atmungsaktiv und lässt bei Auflage auf Wunden genügend Sauerstoff an die Haut, wodurch die Heilung beschleunigt wird.

Bei welchen Beschwerden Heilwolle helfen kann

Schon im 1. Jahrhundert lobte der griechische Arzt Dioskurides die Heilwirkung des Wollwachses. Die Anwendungsgebiete sind heute noch die gleichen, wie damals. So soll das Wollfett dank seiner Fettalkohole und Fettsäuren bei Verspannungen, Entzündungen, Schmerzen und Hautausschlägen helfen. Die Naturheilkunde nutzt sie zum Beispiel bei Migräne, Erkältungskrankheiten, Rückenschmerzen, Rheuma, Ekzemen und Menstruationsbeschwerden.

Heilwolle kann ihre Wirkung nur ungewaschen entfalten, denn nur dann ist sie reich an wertvollem Lanolin!

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Wichtiger Hinweis

Ob Naturmedizin oder Schulmedizin: Nicht jedes Heilmittel wirkt bei jedem Patienten gleich. Sollten Ihre Beschwerden stärker werden oder stellt sich nach ein paar Tagen keine Besserung ein, suchen Sie unbedingt Ihren Arzt auf! Falls Sie unter einer Lanolin-Kontaktallergie leiden, dürfen Sie Heilwolle nicht verwenden.

Wie wendet man Heilwolle an?

  • Heilwolle bei Husten, Halsschmerzen und Ohrenschmerzen

Natürliche Heilmittel, die bei Erkältungskrankheiten Linderung verschaffen, gibt es viele. Leider hat man oft die nötigen Kräuter oder Öle nicht zur Hand. Heilwolle gehört deshalb in jede Hausapotheke! Bei Bronchitis, Halsweh und Husten wird die Wolle direkt auf Brust und Hals gelegt, wo sie mit einem Schal oder Tuch fixiert werden kann. Wenn Sie möchten, können Sie zusätzlich ein paar Tropen wohltuender ätherischer Öle auf die Wolle auftragen, wobei sie aber auf keinen Fall durchnässt werden sollte. Bei Ohrenschmerzen lindert etwas Heilwolle, die direkt ins Ohr gesteckt wird, die Schmerzen. Die Wolle kann aber auch äusserlich aufgelegt und mit einer Mütze fixiert werden.

  • Wundversorgung – auch hier können Sie zu unbehandelter Schafwolle greifen

Bei Sport und Spiel oder im Haushalt hat man sich schnell eine Schürfwunde zugezogen. Dann verschafft die Wolle Linderung und regt die Selbstheilungskräfte an. Nachdem die Wunde gesäubert wurde, legen Sie eine dünne Lage Heilwolle so auf, dass die gesamte Wunde bedeckt ist. Dann wickeln Sie eine Mullbinde darum und fixieren den Verband. Wenn die Wolle durchnässt ist, muss sie gewechselt werden.

  • Heilwolle für Mutter und Kind

Während der Stillzeit beruhigt ein Stück Heilwolle im BH getragen die Brustwarzen und schützt diese vor Entzündungen. Da Wollfett ein natürliches Produkt ist, macht es nichts, wenn die Brust vor dem Stillen nicht gereinigt werden kann: es schadet dem Kind nicht. Die Wolle sollte täglich gewechselt werden.

Eine dünne Schicht Heilwolle schützt Babys Po vor Entzündungen und lindert leichte Formen von Windeldermatitis. Die Wolle wird nach dem Säubern in die Windel gelegt. Damit sie ihre Wirkung entfalten kann, darf die Haut vorher nicht eingecremt werden. Bei jedem Windelwechsel wird die Heilwolle entsorgt und frische verwendet.

  • Verspannungen und Schmerzen mit Heilwolle lindern

Dank ihrer durchblutungsfördernden Wirkung, kann die Wolle bei Gelenkschmerzen und Verspannungen Erleichterung bringen: Legen Sie sie einfach auf die schmerzenden Stellen auf. Das wärmende Wollgewebe tut gut und regt die Heilung an. Wenn Sie öfter an Spannungskopfschmerzen oder Migräne leiden oder schon mal einen Hexenschuss erlitten haben, sollten Sie für alle Fälle eine Packung Heilwolle in der Hausapotheke vorrätig haben.

Hochwertige Heilwolle können Sie bequem online bestellen:

 

Und das sind die Erzeuger dieses hervorragenden Naturheilproduktes 🙂

Sabine Itting

 

Geboren und aufgewachsen in Thüringen, lebt Sabine Itting seit vielen Jahren in der Schweiz, wo sie als Texterin, Autorin und Online-Redaktorin tätig ist. Ihre Liebe zum Landleben und ihr Interesse an Traditionen, Denkmalschutz, Naturheilkunde, Reisen und Wandern, spiegeln sich in ihren Texten wieder. Ihr Projekt «Naturerlebnis Alpen – Schweizer Wanderforum» ist inzwischen mit einem eigenen Online-Magazin im Netz zu finden. Sie ist Inhaberin vom «Schweizer Textservice» und schreibt für Webseiten, Blogs und Printmedien.

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