Grillratgeber Teil 1: Grillvergnügen ohne Reue

Gesund Grillieren
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Die Grillsaison ist eröffnet!

Der Frühling ist da und mit ihm die Zeit, gemütlich mit Freunden oder Familie zu grillieren. Den Grill anfeuern und eine Bratwurst darauf braten, das kann jeder? Eigentlich schon. Aber machen Sie es auch richtig?

Sicher haben Sie schon gehört, dass man verkohlte Stellen nicht mitessen sollte, denn darin befinden sich besonders viele krebserregende Stoffe. Das trifft nicht nur auf Fleisch zu, sondern auch auf Gemüse und sonstiges Grillgut. Trotzdem schneidet es kaum jemand ab. Und nicht nur das:

Wer unbekümmert drauflos grillt und sich wenig Gedanken um seine Sicherheit macht, kann schnell den Spass am gemütlichen Barbecue verlieren: Jährlich passieren dabei nämlich zahlreiche Unfälle, die ganz leicht hätten verhindert werden können.

Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag keinesfalls den Spass am Grill verderben, sondern gesunde Tipps geben, wie Sie ohne Reue Ihre Grillparty geniessen können.

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Grillieren, braten, brutzeln, grillen

Jede Region hat ihre eigene Bezeichnung und doch meinen alle das gleiche: nämlich, eine Mahlzeit auf dem Grill zubereiten. Bei uns in der Schweiz sagt man grillieren oder bräteln, grillen ist eher selten zu hören. In Thüringen zum Beispiel feuert man nicht den Grill, sondern den Rost an. Daher auch die Bezeichnung «Rostbratwürste». Aber ganz gleich, wie Sie es nennen: Gemeinsam grillieren macht Spass und eine Mahlzeit unter freiem Himmel schmeckt immer.

So kommen Sie fit und unfallfrei durch die Grillsaison:

  • Fester Stand – Es spielt keine Rolle, ob Sie einen Gas- oder Kohlegrill bevorzugen: Sorgen Sie unbedingt dafür, dass er auf einem geeigneten Untergrund steht und nicht umkippen kann.
  • Löschmittel parat stellen – Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass plötzlich Flammen hochschlagen. Dann bitte nicht mit Bier oder Wasser löschen, denn dadurch könnte heisses Fett oder Asche hochspritzen und Sie oder Ihre Gäste verletzten. Statt eines Wassereimers sollte stets ein mit Sand gefüllter Eimer griffbereit stehen.
  • Brennmaterial – Ein Grill ist keine Müllkippe! Fanden Sie es bisher clever, Verpackungen aus Karton oder gar Plastik, Bauholz und Papier zu verfeuern, sollten Sie dies künftig Ihrer Gesundheit zuliebe unbedingt unterlassen! Die enorme Rauchentwicklung gibt viele Schadstoffe in die Umwelt ab. Dabei können sich giftige Gase entwickeln, die sich einerseits im Grillgut ablagern, anderseits natürlich auch eingeatmet werden.
  • Fett und Feuer – Tropft von Würsten und Fleisch Fett ins Feuer, entsteht neuer Rauch. So ganz vermeiden lässt sich das kaum, es sei denn, Sie packen das Grillgut in Alufolie oder grillieren es in Aluschalen. Möchten Sie kein Alu verwenden, gibt es auch da eine Lösung:

Als Alternative lohnt sich die Anschaffung von Grillschalen oder Grillsteinen.

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  • Anzündhilfen – Grundsätzlich sollten nur spezielle Grillanzünder verwendet werden. Diese gibt es für wenig Geld in jedem Supermarkt zu kaufen. Wohl jede Notaufnahme kann darüber berichten, was passiert, wenn Spiritus, Benzin oder Petroleum bei einem fröhlichen Barbecue als Anzündhilfe verwendet wird.
  • Das Werkzeug – Die Hitze am Rost darf auch dann, wenn keine Flammen mehr zu sehen sind, keineswegs unterschätzt werden. Plastik- oder Holzbesteck hat am Grill gar nichts zu suchen, aber auch Zangen und Pfannenwender aus der Küche sind nicht optimal. Es lohnt sich, Grillbesteck zu besorgen. Dieses hat lange Griffe und verhindert schmerzhafte Verbrennungen.
  • Bitte Geduld – Beim Kohlegrill darf erst aufgelegt werden, wenn sich die optimale Hitze entwickelt hat und keine Flammen mehr vorhanden sind. Die Kohle muss ganz durchgeglüht sein und sollte eine dünne, weisse Schicht aus Asche aufweisen. Erst dann steigen nur noch wenige Schadstoffe auf. Das bedeutet aber auch, dass immer, wenn Kohle nachgelegt wird, keine Lebensmittel auf dem Rost liegen sollten. Feuern Sie den Kohlegrill mindestens 30 Minuten vor dem Grillieren an, es kann nämlich eine halbe bis ganze Stunde dauern, bis nur noch Glut vorhanden ist.

Wichtig: Erklären Sie auch Ihren Kindern, dass sie am Lagerfeuer niemals Schlangenbrot oder Bratwurst direkt in den Flammen braten dürfen!

Was darf auf den Grill?

Halten Sie die vorhergehenden Tipps ein, können Sie fast alles ohne Reue grillieren: Ob Fisch, Cervelat, Bratwurst, Geflügel, Fleisch oder Gemüse – all das schmeckt vom Grill einfach lecker. Allerdings gibt es ein paar Einschränkungen und die sollten Sie kennen!

Gepökelte Speisen, wie Leberkäse, Bockwurst, Lyoner, Schinken und Kasseler sind nicht für die Zubereitung auf dem Grill geeignet! Die Salze wandeln sich in der Hitze in krebserregende Stoffe um! Fragen Sie vorsichtshalber beim Metzger nach, ob das Grillgut, welches Sie kaufen möchten, gepökelt ist.

Bratwurst, Senf, Semmel und ein Bier – Fehlt da nicht noch etwas?

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Um die Entwicklung von krebserregenden Nitrosaminen im Magen zu bremsen, empfiehlt die Schweizer Krebsliga, Beilagen, die reich an Vitamin C sind, zum Grillgut zu reichen. Das ist eine wichtige Vorsorgemassnahme, die leicht zu erfüllen ist: Frische Salate passen gut zu Bratwurst und Co.

Rezepte für leckere, vitaminreiche Sattmacher, köstliche Dips und pikante Sossen zu Gegrilltem, stellen wir Ihnen im 2. Teil unseres Grillratgebers vor.

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Sabine Itting

 

Geboren und aufgewachsen in Thüringen, lebt Sabine Itting seit vielen Jahren in der Schweiz, wo sie als Texterin, Autorin und Online-Redaktorin tätig ist. Ihre Liebe zum Landleben und ihr Interesse an Traditionen, Denkmalschutz, Naturheilkunde, Reisen und Wandern, spiegeln sich in ihren Texten wieder. Ihr Projekt «Naturerlebnis Alpen – Schweizer Wanderforum» ist inzwischen mit einem eigenen Online-Magazin im Netz zu finden. Sie ist Inhaberin vom «Schweizer Textservice» und schreibt für Webseiten, Blogs und Printmedien.

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