Vom Federkiel zum Luxusfüller

Schreibfeder, Füller, Schreibwerkzeuge
Schreibfeder, Foto: Pixabay.de

Schrift und Schreibwerkzeuge damals und heute

Briefe und Postkarten, in schöner Schrift mit Kugelschreiber oder Füller geschrieben, haben nicht nur eine persönliche Note, sondern fast schon etwas Nostalgisches. So ist es nicht verwunderlich, dass Briefpost wieder stark im Kommen ist. Ob Liebeserklärung, eine Einladung oder ein Gruss aus den Ferien: Whatsapp und E-Mail können Gefühle, Herzlichkeit und Romantik nun mal nicht so überbringen, wie die Briefpost mit von Hand geschriebenen Zeilen.

Graphologie – eine anerkannte Wissenschaft?

Auch wenn Geschäftspost und Bewerbungen heute nicht mehr mit Feder und Tinte aufs Papier gebracht werden, so liest man doch hin und wieder, dass für Stellenbewerbungen eine Handschriftenprobe gewünscht wird.

Die Handschrift lässt auf den Charakter und die Persönlichkeit einer Person schliessen. Aus diesem Grund wurden früher vor allem für verantwortungsvolle Posten bei Stellenbewerbungen fast immer Handschriftenproben verlangt. Graphologische Gutachten sind umstritten, denn viele Faktoren wirken sich auf das Schriftbild aus. In entspanntem Zustand erscheint unser Schriftbild anders, als wenn wir beispielsweise aufgeregt, oder gar ängstlich sind. Ein «Hobby-Schriftkundler», zu denen die meisten Personalchefs gehören dürften, kann keine wirklich zuverlässigen Schlüsse ziehen. Nur qualifizierte Graphologen verfügen über die erforderliche Erfahrung, Begabung und Fachkenntnis. Ganz von der Hand zu weisen ist die Schriftdeutung sicher nicht, zumindest in der Schweiz gibt es die Berufsbezeichnung «Fachpsychologe in Schriftpsychologie». Sie ist seit 2005 ein geschützter Begriff. (Quelle: Beobachter.ch)

Bereits in der Antike beschäftigte man sich mit dem Zusammenhang von Charakter und Handschrift. Diesbezügliche Überlieferungen sind aus dem alten Rom und Griechenland bekannt. Aber auch in China kannte man schon vor über tausend Jahren die Verbindung von Persönlichkeit und Handschrift. Freilich hatte das einfache Volk damals keine Möglichkeit, seine Gedanken und Botschaften aufzuschreiben und noch im Mittelalter war das Schreiben Sache der Oberschicht. Es wurde vor allem von Kaufleuten, Geistlichen und einigen Adeligen beherrscht.

Ein Blick in die Geschichte von Schrift und Schreibwerkzeugen

Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. gab es Schriftstücke, die vor allem Wirtschaftstexte oder Aufzeichnungen aus der Sterndeutung enthielten. Im alten Ägypten wurde dafür als Schreibinstrument ein Papyrusstängel genutzt. Römer und Griechen verwendeten aus Bambus und Schilf hergestellte Rohrfedern. Diese werden übrigens bis heute in einigen Regionen Asiens sowie in Nordafrika in Schulen verwendet.

Um 624 nach Chr. fand erstmals der Gänsekiel als Schreibwerkzeug Erwähnung. Um 700 n. Chr. wurde die gute Qualität der Pelikanfeder zum Anfertigen von Schriftstücken gelobt, längst nicht jede Vogelfeder eignete sich für diesen Zweck. Gänsekiele, die im Frühjahr ausfallen, waren aufgrund ihrer Festigkeit besonders begehrt. Mit speziellen Messern angespitzt, konnten sie genügend Tinte aufnehmen und abgeben, sodass sie ein gutes Schriftbild ermöglichten.

Verständlich, dass schon frühzeitig Versuche unternommen wurden, Schreibfedern künstlich herzustellen, wahrscheinlich wurden dafür Kupfer, Stahl und Gold verwendet. Der Aachener Bürgermeister Johannes Janssen schrieb im Jahre 1748 von der Erfindung einer Stahlfeder. Diese war jedoch noch keine ernst zu nehmende Alternative zu den Vogelfedern, deren Bedeutung erst verloren ging, als es Joseph Guillot 1822 in Birmingham gelang, hochwertige Stahlfedern industriell herzustellen. Diesen folgten später Füllfederhalter und letztendlich, dank der Brüder Biro aus Ungarn, der Kugelschreiber.

Sabine Itting

Tipp von der Redaktion:

Schreibgeräte als Gebrauchsartikel und Statussymbol

Foto: Bossert & Erhard

Vielleicht überlegten Sie während des Lesens, wann sie letztmals einen Brief von Hand geschrieben haben? Möglicherweise nehmen Sie den Füller auch nur zur Hand, um Unterschriften zu leisten. Ganz ohne geht es eben nicht und schon deshalb lohnt es sich, neben dem Kugelschreiber, den Sie irgendwann als Werbegeschenk bekamen und der für Notizen neben dem Telefon liegt, ein hochwertiges Schreibgerät zu besitzen. Nicht nur, dass das Schriftbild schöner wird als mit einem billigen Stift, gilt ein Markenfüller heute als Statussymbol. Finden Sie Füllfederhalter von hervorragender Qualität bei www.luxus-schreibgeraete.de. Hergestellt aus verschiedenen Materialien wie Sterlingsilber oder Gold, sind übrigens ein hervorragender Geschenktipp für Damen und Herren.

 

 

 

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Über Sabine Itting 31 Artikel
Geboren und aufgewachsen in Thüringen, lebt Sabine Itting seit vielen Jahren in der Schweiz, wo sie als Texterin, Autorin und Online-Redaktorin tätig ist. Ihre Liebe zum Landleben und ihr Interesse an Traditionen, Denkmalschutz, Naturheilkunde, Reisen und Wandern, spiegeln sich in ihren Texten wieder. Ihr Projekt «Naturerlebnis Alpen – Schweizer Wanderforum» ist inzwischen mit einem eigenen Online-Magazin im Netz zu finden. Sie ist Inhaberin vom «Schweizer Textservice» und schreibt für Webseiten, Blogs und Printmedien.

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