Verlustangst

Verlustangst
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Verlustangst kennt nahezu jeder von uns. Bei einigen Personen zeigt sie sich allerdings ein wenig stärker. Dabei kann das Phänomen in völlig unterschiedlichen Facetten auftreten. Im Grunde genommen ist Angst ein völlig normales, menschliches Gefühl, das unter bestimmten Voraussetzungen sogar Leben retten kann. Allerdings gibt es auch Ängste, die über das Normale hinausgehen. Hierzu zählt die Verlustangst. 

 

Verlustangst ist am häufigsten in Beziehungen bekannt. Dabei geht es hauptsächlich um die Angst, seinen Partner verlieren zu können. Aber auch Ängste

  • um materielle Dinge
  • um die eigene Familie
  • den Job zu verlieren

sind Facetten dieser Angstform.

Diese Ängste können das Leben eines Menschen in allen Bereichen enorm einschränken. Ferner weisen sie nicht selten einen hohen Leidensdruck auf.

GoranH / Pixabay – Einsamkeit

Warum haben Menschen Verlustangst?

Menschen machen in ihrem Leben ganz verschiedene Erfahrungen. Darunter können sich auch Traumata befinden. Insbesondere Letztgenannte ziehen nicht selten Konsequenzen nach sich, die ihren Niederschlag in der Persönlichkeitsentwicklung finden können.

Infolgedessen ist Verlustangst als Folge einer Verlusterfahrung in der frühen Kindheit zu sehen. Dabei kann es sich um

  • Vernachlässigungen seitens eines oder beider Elternteile
  • Trennung der Eltern
  • Todesfälle in der Familie

handeln.

Ursachen für das Auftreten von Verlustangst

Verlustangst muss nicht zwingend immer etwas damit zu tun haben, einen Menschen verlieren zu können. Im Grunde genommen handelt es sich bei diesem Phänomen um innere Verlustängste. Dabei drehen sich die Gedanken laufend darum,

  • das eigene Ansehen
  • eine nahestehende Person
  • seinen Job
  • Zuneigung

verlieren zu können.

Ursachen für das Entstehen einer Verlustangst liegen schon in der Frühentwicklung begründet. Denn Kinder können sehr früh ihre Mutter und zusätzliche Bezugspersonen erkennen. Eltern geben ihnen Sicherheit. Fällt diese weg, beispielsweise durch Vernachlässigung oder Abwesenheit der Elternteile, so kann das Kind traumatisieren. Dadurch fühlt das Kind Ablehnung. Ein Mangel an Zuwendung führt später unweigerlich zu Minderwertigkeitskomplexen wie auch Verlustängsten. Des Weiteren kann sich eine Depression entwickeln.

 

 

Woran erkennen Sie Verlustangst?

Das Phänomen lässt sich zumeist an einem überstarken Klammern an bestimmten Dingen, beispielsweise

  • einem Menschen
  • am Job
  • am Partner

erkennen. Dabei ist es zuerst unwichtig, ob sich mit diesen Dingen in der Tat essenzielle Bedürfnisse befriedigen lassen. Zahlreiche Personen lassen sich auf diese Weise oft ausnutzen. Sie verbleiben dadurch in schädlichen Beziehungen. Und zwar einzig aus dem Grund, einen Verlust zu verhindern.

Wer unter Verlustängsten leidet, für den stellen diese eine Bedrohung der Existenz dar. Während andere Menschen einen Verlust mit einer normalen Trauer verarbeiten, reagieren Personen mit dieser Störung enorm heftig. Beispielsweise mit Depressionen.

Aber auch ein stets vorhandener Pessimismus weist auf Verlustangst hin. Daraus entwickeln sich nicht nur Gefühle negativer Art. Zeitgleich kann jener zu selbst erfüllenden Prophezeiungen führen.

Weiterhin können Verlustängste sich als Kontrollzwang äußern. Aus großer Angst heraus, etwas zu verlieren, kompensieren Betroffene ihre Ängste damit, ständig etwas zu kontrollieren. Dabei kann dies die Selbstaufgabe zur Folge haben.

Sophieja23 / Pixabay – Therapie hilft gegen Verlustangst

Was können Sie gegen Verlustangst tun?

Sind auch Sie von dem Phänomen der Verlustangst betroffen? Fragen Sie sich, was Sie dagegen unternehmen können?

Die Störung kann für Sie als betroffene Person äußerst belastend sein. Mitunter sind Sie sich oftmals nicht einmal dem Grund Ihres Verhaltens bewusst. Ehe auch Sie dadurch komplett auf das Eingehen von Beziehungen verzichten oder sich eine Depression herausprägt, sollten Sie lernen, mit dieser Angststörung umzugehen. Ansonsten drohen Ihnen Folgen wie zum Beispiel

  • Antriebslosigkeit
  • auftretende Gefühle von Sinnlosigkeit
  • Einsamkeit
  • extrem negatives Selbstbild
  • tiefe Trauer.

Wenn Sie Ihre Verlustängste erkannt haben, können Sie gezielt dagegen vorgehen. Hilfreich ist in den meisten Fällen der Beginn einer Therapie. Aber auch der bewusste Umgang mit der Verlustangst kann Ihnen beim Umdenken und verringern des Leidensdrucks helfen.

Damit Sie Ihre Ängste bearbeiten können, macht es Sinn, ein eventuell vorliegendes Kindheitstrauma aufzuarbeiten. Dabei verbessern Sie Ihr eigenes Selbstbild und arbeiten intensiv am Loslassen. Sehr gut gelingt dies mit Achtsamkeitsübungen. Somit lässt sich diese Störung überwinden. Schon bald können Sie ein erfülltes Leben mit einer nahen Beziehung führen.

 

 

Silvia Göritz

Über Silvia Goeritz 9 Artikel
Silvia schreibt bereits seit ihrer Jugend. Damals waren es vornehmlich Gedichte und Kindergeschichten. Im Verlaufe der Jahre hat sich ihr Interesse auf die Bereiche Gesundheit - insbesondere Psychologie, Technik - Computer/Laptop, Smartphones und Haushalttechnik sowie Reisen und Tiere ausgeweitet. Silvia ist gelernte Sekretärin, Bürosachbearbeiterin sowie PC-Betreuerin. Im weiteren Verlauf hat sie sich in Fernlehrgängen als Texterin weiterqualifiziert. Sie verfasst neben Ratgeber auch Texte für Blogs, Webseitentexte sowie Destinations- und Produktbeschreibungen. Website: http://www.kreativetexterin.de/

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