Social Media Nutzung sorgt für Unzufriedenheit

Social Media sorgt für Unzufriedenheit
kropekk_pl / Pixabay

Wer hätte das gedacht: Die Nutzung von Social Media fördert die Unzufriedenheit. Eine Auswertung der Nutzerdaten aus der App Moments hat genau dies ergeben. Die App misst die Nutzungsdauer von Smartphone und Tablet und hält dabei auch fest, welche Apps zum Einsatz kommen. Die Zufriedenheit mit einzelnen Plattformen wurde dabei unter mehr als 20.000 Nutzern der Anwendung ermittelt – auf Grundlage einer Befragung. Das Ergebnis ist deutlich, aber auch überraschend. Zufriedene Nutzer von Facebook, Twitter und Co. nutzen die einzelnen Apps nur kurz, eine längere Nutzung war eher bei unzufriedenen Nutzern festzustellen.

Surfen macht als nicht immer glücklich und zufrieden – sondern kann auch das Gegenteil zur Folge haben. Die Nutzungsdauer ist dabei aber durchaus unterschiedlich. Zufriedene Anwender verbrachten demnach rund 23 Minuten bei Facebook, unzufriedene Nutzer blieben rund eine Stunde auf der Plattform. Bei Instagram ließ die Zufriedenheit nach 26 Minuten spürbar nach, bei YouTube waren die Nutzer auch noch nach mehr als einer halben Stunde zufrieden. Möglicherweise kann dies damit zusammenhängen, dass man bei der Nutzung von YouTube vor allem Musik hört oder sich andersartige Videos ansieht.

Immerhin deckt sich das Ergebnis Moments-Studie mit den Vermutungen, die bereits seit längerer Zeit durch die Netzwerke geistern. Denn schon 2012 hieß es, dass Facebook unglücklich macht und zu Neid und Missgunst führen kann.

Weitere Folge der Social Media Nutzung: Mangelnde Produktivität

Ebenfalls beklagen viele Nutzer, dass sie von Facebook und Co. abgelenkt werden. In der Folge ist man auch bei der Arbeit weniger produktiv und bekommt weniger erledigt. Viele Arbeitgeber gehen daher dazu über, die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz zu untersagen.

Und wenn man ehrlich ist, ist das auch absolut in Ordnung. Denn die Urlaubsfotos von Freunden, die neuesten Katzenvideos und mehr kann man sich auch noch nach Feierabend ansehen – zumindest solange man dadurch nicht unzufrieden wird.

Großer Erfolg spricht allerdings für die Netzwerke

Auch wenn sich bei manchem Nutzer eine Unzufriedenheit einstellt: Dass Facebook, Twitter und andere Netzwerke eine Daseinsberechtigung haben, wird bei den Nutzerzahlen deutlich. Milliarden Menschen nutzen die Netzwerke jeden Tag – und sorgen somit dafür, dass diese aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken sind.

Längst haben sich die einzelnen Netzwerke als „das Internet“ festgesetzt und sind nicht nur bei jüngeren Menschen relevant. Auch die „Golden Ager“ nutzen die Netzwerke aktiv.

Und um mit Facebook, Instagram und anderen Netzen auch wirklich zufrieden zu sein, sollten Sie Ihre Nutzung vielleicht einfach ein wenig reduzieren. Denn mal ehrlich: Außerhalb der Social Networks ist es doch auch ganz schön, oder?

Über Hauke Eilers 6 Artikel
Hauke Eilers ist dreifacher Papa, wohnt in Ostfriesland und arbeitet freiberuflich als Texter. Themen wie SEO, Online-Marketing und Co. interessieren ihn, aber auch Themen rund um Kinder und die Familie zählen zu seinen Steckenpferden.

1 Kommentar

  1. Wie immer gilt: eine Korrelation von A und B heißt nicht automatisch, dass B aus A folgt. Es kann ja auch A aus B folgen, bzw. A und B aus einem nicht thematisierten C. Soll heißen: vielleicht sind es ja die eher unglücklichen Leute (bzw. Leute in weniger glücklichen Phasen des Lebens), die länger auf Facebook unterwegs sind? Wenn das so wäre, würde der Vorschlag die Nutzungsdauer zu Reduzieren komplett ins Leere laufen.

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