So einfach wechselt man den Stromanbieter

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Tagtäglich verbrauchen wir Strom. Der Kühlschrank braucht Strom, unsere Beleuchtung und auch Smartphones, Tablets und Co. brauchen Strom, damit die Akkus wieder aufgeladen werden können. Doch Strom ist vielfach auch ziemlich teuer und vor allem die regionalen Anbieter verlangen hohe Preise je Kilowattstunde. Zudem müssen auch noch die monatlichen Grundpreise gezahlt werden. So liegt der Abschlag, der monatlich gezahlt wird, schnell auf einem hohen Niveau. Jedes Jahr lässt sich beim Strom aber bares Geld sparen. Und das mit nur wenigen Klicks. Ein Stromanbieterwechsel macht es möglich. Im Folgenden wird genau erklärt, wie der eigene Stromanbieter gewechselt werden kann und was für Ersparnisse auf diese Weise möglich sind.

Stromanbieter vergleichen und sparen

Mit einem einfachen Vergleich kann schnell herausgefunden werden, wie viel Sparpotential der Wechsel des Stromanbieters bietet. Dazu gibt man einfach die eigene Postleitzahl ein, wählt die Größe des Haushalts aus und bekommt im nächsten Schritt bereits passende Tarife unterschiedlicher Versorger angezeigt. Als Referenzwert wird hierbei der aktuelle Tarif des örtlichen Versorgers genutzt, dieser kann aber auch individuell angepasst werden. Somit wird das tatsächliche Sparpotential schnell sichtbar. Der Vergleich dauert nur wenige Sekunden und bietet dann eine Übersicht über aktuelle Tarife von Versorgern aus ganz Deutschland. Wichtig ist hierbei, sich stets die günstigsten Tarife anzeigen zu lassen. Vielfach gibt es auch Sondertarife, durch die man noch effektiver sparen kann.

Beim Wechsel des Stromanbieters kann man als Neukunde in vielen Fällen auch von Bonuszahlungen profitieren. Der neue Anbieter gewährt häufig einen Sofortbonus, der sich bereits vielfach lohnen kann. Ausgezahlt wird dieser zwar nicht sofort, allerdings sehr zeitnah. In aller Regel wird der Sofortbonus nach acht Wochen der Stromversorgung ausgezahlt. Zusätzlich kann man vielfach auch noch einen Treuebonus erhalten, der am Ende der ersten Abrechnungsperiode – in den meisten Fällen nach einem Jahr – gewährt wird. Dieser Bonus wird dann auf der Endabrechnung entsprechend berücksichtigt.

Ganz insgesamt spielt die Laufzeit eine wichtige Rolle. Einige Anbieter bieten lediglich mehrjährige Verträge an. Diese sind in den meisten Fällen weniger lukrativ und können somit mitunter auch aussortiert werden. Hinzu kommt dabei, dass die Preisgarantie für den reinen Strompreis vielfach nur für 12 Monate gewährt wird. Außerordentliche Kosten – wie zum Beispiel die EEG-Umlage – sind in einer eingeschränkten Preisgarantie ebenfalls auszuklammern. Bei höheren Kosten darf der Anbieter diese also auch auf die Kunden umlegen, die von einer Preisgarantie profitieren.

Vorkasse? Strompakete?

Die meisten Stromtarife werden monatlich in Form eines am geschätzten Verbrauch ausgerichteten Abschlags gezahlt. Als Kunde zahlt man somit – in der Regel für elf Monate – eine feste Summe, die am Ende abgerechnet wird. Es gibt allerdings auch Stromanbieter, welche die volle Summe für den Stromvertrag im Voraus abrechnen. Das verursacht zu Beginn der Vertragslaufzeit natürlich sehr hohe Kosten. Je nach vorhandenem Budget können derartige Stromanbieter dann deutlich weniger interessant sein.

Berücksichtigen sollte man auch sogenannte Paket-Tarife. Bei diesen kauft man im Vorfeld eine feste Anzahl an Kilowattstunden Strom. Verbraucht man mehr, müssen diese zusätzlich – zu einem höheren Preis – gezahlt werden. Wer weniger verbraucht erhält aber in den meisten Fällen keine Erstattung. Es ist daher ratsam, die entsprechenden Tarifangebote genau zu überprüfen. Wer den eigenen Stromverbrauch nicht genau einschätzen kann, sollte von Paket-Tarifen eher Abstand nehmen.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Ganz grundsätzlich zahlt man als Stromverbraucher nicht nur den reinen Verbrauch in Form der genutzten Kilowattstunden. Zusätzlich ist bei zahlreichen Versorgern auch ein Grundpreis zu zahlen, der monatlich mit einer festen Summe abgerechnet wird. Somit sollte man als Kunde eines Stromanbieters nicht nur auf die Kosten für eine einzelne Kilowattstunde achten, sondern auch die monatlich anfallenden Fixkosten berücksichtigen.

Übrigens: Bei einem Stromanbieterwechsel braucht man sich keine Gedanken über eine eventuelle Unterbrechung bei der Stromversorgung machen. Die Versorgung mit Strom ist dauerhaft gewährleistet und wird beim Wechsel des Stromanbieters nicht unterbrochen.

So wechselt man den Stromanbieter mit wenigen Klicks

Der Wechsel des Stromanbieters ist alles andere als kompliziert und mit wenigen Klicks zu erledigen. Im Anschluss an den Vergleich wählt man dazu einen geeigneten, günstigen Tarif eines anderen Versorgers aus und füllt dann ein Antragsformular für die Stromversorgung aus. Neben den eigenen persönlichen Daten ist dabei in jedem Fall auch die Anschrift für die Stromversorgung relevant. Vor allem bei einem Umzug an eine neue Adresse sollte hier auf korrekte Eingaben geachtet werden.

Zudem benötigt man die Zählernummer sowie den bisherigen Versorger der Versorgungsstelle. Auf diese Weise kann der neue Stromvertrag einfach abgeschlossen werden. Die Kündigung des bisherigen Stromvertrags kann entweder selber übernommen werden oder diese Aufgabe wird dem neuen Versorger übertragen. Auf diese Weise hat man als Verbraucher kaum einen großen Aufwand und kann einfach von günstigerem Strom profitieren.

Den Wechsel bekommt man vom neuen Anbieter im Anschluss an den Vertragsabschluss bestätigt. Meist geschieht dies heutzutage per Mail. In der Mail wird auch der Beginn der Stromversorgung genannt und man erfährt den monatlich zu zahlenden Abschlag an den Versorger. Auch die vertraglichen Details werden hier noch einmal aufgelistet. Es empfiehlt sich, die Vertragsunterlagen auszudrucken und diese bei den eigenen Unterlagen abzulegen. Eine Erinnerung für die Kündigung des neuen Vertrags entsprechend der Kündigungsfristen ist ebenfalls ratsam.

Warum sollte der Stromversorger jedes Jahr gewechselt werden?

Der jährliche Wechsel des Stromversorgers ist in jedem Fall sinnvoll. Bei einer Laufzeit von nur einem Jahr, erhöhen die meisten Versorger die Grundpreise und Verbrauchspreise zum zweiten Jahr, sodass dann wieder deutlich höhere Kosten entstehen. Diese Kostensteigerung lässt sich durch einen neuerlichen Versorgerwechsel umgehen. Zusätzlich kann man auf diese Weise auch jährlich die Sofortboni der einzelnen Anbieter erhalten und somit dauerhaft von günstigem Strom profitieren.

Die Kündigungsfristen für Stromverträge liegen in aller Regel bei sechs bis acht Wochen. Aber auch andere Fristen sind auf jeden Fall möglich. Deshalb lohnt sich hier der genaue Blick in die Vertragsunterlagen.

Über Hauke Eilers 6 Artikel
Hauke Eilers ist dreifacher Papa, wohnt in Ostfriesland und arbeitet freiberuflich als Texter. Themen wie SEO, Online-Marketing und Co. interessieren ihn, aber auch Themen rund um Kinder und die Familie zählen zu seinen Steckenpferden.

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