Die Sächsische Schweiz: eine bizarre Landschaft mit Flair

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Das Elbsandsteingebirge, welches sich auf einer Fläche von rund 700 Quadratkilometern entlang des Oberlaufs der Elbe erstreckt, zählt zu den schönsten Ferienregionen im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Der auf deutscher Seite gelegene Teil des Gebirges ist als Sächsische Schweiz bezeichnet und liegt südöstlich von Dresden im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Charakteristisch für die Landschaft sind die bizarren Felsformationen, die bis zu einer Höhe von mehr als 700 Metern erreichen.

Wie ist der Name Sächsische Schweiz entstanden?

Der Name für die Region setzte sich im 18. Jahrhundert durch und ist den beiden Schweizer Künstlern Anton Graff und Adrian Zingg zu verdanken. Die beiden waren anno 1766 an die Dresdner Kunstakademie berufen worden und fühlten sich von dieser Region an den Schweizer Jura erinnert. Sie schrieben in ihren Briefwechseln deshalb von der Sächsischen Schweiz. In der breiten Öffentlichkeit setzte sich der Name dank des Autors Wilhelm Leberecht Götzinger durch, der in seinen Büchern über die Region berichtete.

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So wurde die Sächsische Schweiz touristisch entdeckt

Ursprünglich war dieses Gebiet von den Slawen besiedelt worden, unter sächsische Herrschaft kam die Sächsische Schweiz erst im Lauf des 15. Jahrhunderts. Die ersten Urlaubsgäste entdeckten die Region als Ort zum Wohlfühlen und Erholen während des 19. Jahrhunderts. Gern reisten vor allem Künstler der Romantik in den Großraum Dresden, wo sie sich von der bizarren Schönheit der Natur inspirieren ließen. Zu den bekanntesten Gästen jener Zeit gehören beispielsweise die Maler Caspar David Friedrich sowie Ludwig Richter, aber auch die Komponisten Richard Wagner und Carl Maria von Weber.

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Beliebte Freizeitangebote in der Sächsischen Schweiz

Für Wanderer und Kletterer ist ein Besuch im Nationalpark Sächsische Schweiz Pflicht. Das Naturschutzgebiet, in dem alljährlich rund 1,7 Millionen Besucher gezählt werden, hat eine Ausdehnung von 93,5 Quadratkilometern und wurde im September 1990 offiziell gegründet.

Des weiteren zählt die Sächsische Schweiz deutschlandweit zu den bekanntesten Klettergebieten. Sie erwartet dort ein Netz von mehr als 20.000 Kletterwegen, auf welchen sie über 1.100 verschiedene Gipfel des Gebirges erklimmen können. Geklettert wird auf den Steigen im Elbsandsteingebirge übrigens nach den sogenannten sächsischen Regeln, wonach Sicherungspunkte und Seile nicht zur Fortbewegung, sondern ausschließlich zur Sicherung verwendet werden dürfen.

Eine äußerst lange Tradition hat in der Region übrigens auch das Boofen, das bevorzugt von Jugendlichen gepflegt wird. Dabei verbringen sie meist ein komplettes Wochenende zwischen den Felsen und übernachten unter den Felsvorsprüngen, oder in Höhlen, die auch Boofe genannt werden. Dies ist inzwischen allerdings nur noch an Stellen erlaubt, die speziell dafür vom Nationalpark ausgewiesen sind.

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Über Harry 25 Artikel
Nachdem Harry Pfliegl im Bayerischen Wald aufwuchs und dort sein Abitur ablegte, absolvierte er eine klassische journalistische Ausbildung. In der anschließenden, sechsjährigen Tätigkeit als (Allein-)Redakteur hatte er die Gelegenheit, sich in alle journalistischen Ressorts fundiert einzuarbeiten und große Teile des Freistaates kennenzulernen. Seit 2012 arbeitet er nunmehr als freier Texter und bearbeitet in diesem Zusammenhang mit Vorliebe Themen aus den Bereichen Reise, Gesundheit und Psychologie. Dank der fundierten Ausbildung und breit gefächerten Interessen schaut er aber auch über den Tellerrand und arbeitet sich gern in andere Themengebiete ein, wobei Sport und Technik absolute Tabuthemen sind.

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