Regenwassernutzungsanlage – Wasser sparen marsch!

tae-wook/pixabay.de

Eine Regenwassernutzungsanlage im Haus hilft dabei, wertvolles Grundwasser zu sparen und schont damit Umwelt und Geldbeutel. Ob sich diese Investition persönlich lohnt, hängt nicht nur vom Budget ab.

Regenwasser im Haushalt nutzen – so funktioniert`s

Auf der Dachfläche gesammeltes Niederschlagswasser wird in einen wasserundurchlässigen Speicher geführt und von dort im Haushalt überall dort verteilt, wo Brauchwasser nötig ist. Das sind zum Beispiel die Toilette, aber auch Waschmaschine oder Geschirrspüler. Die Anlage besteht in Abhängigkeit vom Herstellersystem aus unterschiedlich konstruierten Komponenten, die Grundlagen sind allerdings meist die Gleichen:

  • Speicher oder Zisternen zum Sammeln des Regenwassers
  • Filter zur Reinigung von Partikeln
  • Nachspeisung bei langen Trockenperioden
  • Pumpen zum Verteilen des Wassers vom Speicher zu den Abnahmestellen
  • Verschiedenes Zubehör wie Zu- und Überläufe, Rückstauklappen oder Mauerdurchführungen

Sammelstelle Speicher

Der Speicher für die Regenwasseranlage wird in der Regel im Keller oder außerhalb des Hauses im Boden eingebaut. Dort findet nicht nur die Lagerung, sondern auch die Reinigung von Sedimenten oder Schwimmstoffen statt. Je nach System besteht der Speicher aus Beton, PE oder Glasfaser (GFK), das Fassungsvermögen wird in Abhängigkeit von der Dachfläche bemessen und beträgt 1,0 bis 23 m³.

Sauberes Wasser durch moderne Filtertechnik

Im Regenwasser sind Staub, Laubreste, Moos oder andere Partikel enthalten. Diese werden bereits vor dem Speichern des Wassers herausgefiltert. Eingebaut werden die Filter wahlweise im Fallrohr oder als Erdfilter vor dem Speicher. Weiterhin ist in der Zisterne selbst ein Filter eingebaut, grundsätzlich gilt jedoch:

Die Filterreinigung ist unkomplizierter als die Speicherreinigung.

Nachspeisung bei Wassermangel

Damit das Leitungssystem der Regenwassernutzungsanlage auch bei langen Trockenperioden funktioniert, empfiehlt sich der Einbau einer Nachspeisung. Ist der Wasserspeicher leer oder unterschreitet einen bestimmten Füllstand, fließt eine entsprechende Menge an Trinkwasser aus der Hauswasserversorgung nach. Wichtig dabei ist die elektronische Steuerung, um genau die benötigte Menge nachzuliefern. Ideal sind Kompaktmodule, die aus Steuerung, Trinkwasserbehälter und Pumpe bestehen.

Kraftvolle Helfer – die Pumpe

Um Korrosion zu vermeiden, besteht die Pumpentechnik der Regenwassernutzungsanlage aus Edelstahl, Messing oder anderen korrosionsarmen Materialien. Für eine lange Lebensdauer der Pumpe sorgt ein Trockenlaufschutz, die Pumpe schaltet sich automatisch ab, wenn kein Regenwasser nachfließt. Je nach örtlichen Begebenheiten werden Saug- oder Druckpumpen eingebaut.

Komplettanlagen – die richtige Wahl

Komplettanlagen enthalten alle Komponenten einer Regenwassernutzungsanlage und sind perfekt aufeinander abgestimmt. Dies gewährleistet einen schnellen Einbau, die störungsfreie Funktion der Anlage und den schnellen Einbau.

 

Rechtliches rund um die Regenwassernutzungsanlage

Beim Einbau einer Regenwassernutzungsanlage müssen bestimmte Vorschriften beachtet werden. Eine der Wichtigsten ist die DIN 1988 „Technische Regeln für Trinkwasser – Installation“ (TRWI), in der die saubere Trennung zwischen Trink- und Brauchwasser vorgeschrieben ist. Es darf keine direkte Verbindung zwischen den Leitungen für Trinkwasser und Brauchwasser geben. Auch der parallele Anschluss von Brauch- und Trinkwasserleitungen an Waschmaschine oder Toilettenspülung ist nicht DIN-gerecht.

Für den Einbau der Anlage selbst sind keine weiteren Genehmigungen nötig, dies gilt allerdings nicht für den Einbau des Speichers, der muss beim örtlichen Wasserversorger gemeldet werden. Auch spezielle Vorschriften der Kommunen zur Regenwassernutzung können relevant sein.

Merken

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*