Parabenverzicht – Was sind die Nachteile?

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Parabene sind ein Teufelszeug! Das ist zumindest ein weit verbreiteter Glaube. Doch was sind Parabene? Wie wirken sie und warum werden sie trotz vermeintlicher Schädlichkeit dennoch in Kosmetikartikeln verwendet?

Was sind Parabene?

Parahydroxybenzoesäure oder auch Parabene sind Konservierungsstoffe, die aufgrund ihrer antibakteriellen Eigenschaften sowohl in Kosmetika, als auch in Medikamenten eingesetzt werden. Parabene gelten als besonders wirkungsvolle Konservierungsstoffe und bestechen dennoch gleichzeitig durch ihre Hautverträglichkeit. Kein Wunder, dass Parabene in immer mehr Produkten ihre Anwendung finden. Weltweit werden nicht nur Arzneimittel und Kosmetika mittels Parabenen vor dem Verderben geschützt, sondern auch Lebensmittel und Haushaltsprodukte. Die chemische Beschaffenheit dieser Konservierungsstoffe ähnelt laut Studien stark der des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen. Dies und andere Faktoren haben dazu geführt, dass Parabenen allerhand gesundheitsschädliche Wirkungsweisen nachgesagt werden. Sie stehen z.B. im Verdacht den Hormonhaushalt zu beeinflussen und so auch Krebs zu begünstigen. Bewiesen werden konnte der Zusammenhang zwischen Parabenen und Krebs bisher allerdings nicht.

Wie wirken Parabene?

Konservierungsstoffe schützen Kosmetika und andere Produkte vor dem Verderben. Ohne Parabene hätten auch viele der feinsten Tiegel und Töpfe sowie Medikamente nur eine kurze Haltbarkeitsspanne. Dies liegt an den üblichen Verdächtigen, Mikroorganismen wie Schimmelpilzen und Bakterien, die auch unsere Lebensmittel verderblich machen. Die Ironie dieses Vorgangs ist, dass Bakterien und Co. vor allem über den Kontakt mit unserer Haut ins Kosmetikprodukt gelangen und in der feuchten Umgebung einen geradezu idealen Lebensraum vorfinden. Die Aufgabe der Parabene ist es, die Schimmelpilze und Bakterien abzutöten und so die Unversehrtheit des Produktes zu gewährleisten. Verkeimte Produkte büßen nicht nur an Wirkung ein, sie können sogar zu Krankheiten führen.

Warum wird auf Parabene in Produkten nicht gänzlich verzichtet?

Ein gänzlicher Verzicht auf Parabene hat keinesfalls nur Vorteile. Beweise für eine schädigende Wirkungsweise fehlen. Tatsächlich ist es sogar so, dass in der langen Einsatzgeschichte von Parabenen diese immer wieder als unbedenklich eingestuft wurden, da meist nur kleinste Mengen verwendet werden (gem. gesetzlicher Richtlinien), die in nur ganz kurzer Zeit vom Körper wieder ausgeschieden werden. Ohne Parabene müssten wir die meisten Kosmetika im Kühlschrank aufbewahren, um eine annähernd vertretbare Haltbarkeit zu gewährleisten. Doch auch mit kühler Lagerung kommt dem Verbraucher ein parabenfreies Leben oft teurer zu stehen. Nicht nur aufgrund der oft höheren Preise, auch weil die Lieblingsprodukte öfter neu erworben werden müssen.

Fazit: Der Einsatz von Parabenen in der Kosmetik- und anderen Industrien ist gut überdacht. So sollten wir nicht alles glauben, was wir hören oder lesen, sondern unseren ganz persönlichen Entschluss fassen: Parabenfrei kann, muss aber nicht. Erlaubt ist das, womit wir uns am wohlsten fühlen und was der Geldbeutel her gibt.

Ramona Neohoridis

 

Über Ramona Neohoridis 4 Artikel
Ramona ist sowohl passionierte Texterin seit Kindertagen, als auch dreifache Mutter. Nach zwei Ausbildungen zur Rechtsanwaltsfachangestellten und Bürokauffrau, zahlreichen Fortbildungen in Bereichen wie z.B. Marketing, Rechtswesen sowie Buchhaltung und einer Anstellung als PR-Assistentin bei einem damaligen Erstligisten der Basketball Bundesliga wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit und vereinbart fortan als freie Texterin Kind und Karriere.

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