Nachhaltig leben: 7 Tipps für den umweltfreundlichen Einkauf im Supermarkt

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Umweltschutz ist wichtiger denn je. Schon 2050 sollen sich Schätzungen zufolge mehr Plastikteile als Fische im Meer befinden und auch die Konsequenzen des Klimawandels treten mittlerweile deutlicher hervor. Die gute Nachricht: Wir alle können der Erde helfen. Gestalten Sie doch zum Beispiel Ihren nächsten Einkauf umweltfreundlicher. Mit den folgenden Tipps klappt das garantiert!

1. Nutzen Sie Baumwolltaschen für Obst und Gemüse

Kunststoffe sind biologisch nicht abbaubar. Das macht sie zu einer Umweltbelastung. Gerade bei Plastiktüten handelt es sich darüber hinaus um ein sehr kurzlebiges Produkt. Kaum zu Hause angekommen, landet die Verpackung oftmals bereits im Müll. Dabei kostet die Herstellung Ressourcen und verursacht einen CO2-Ausstoß.

Wenn alles gut geht, gelangt die Tüte nach ihrer Verwendung wenigstens nicht in die Natur, sondern wandert in eine Verbrennungsanlage. Im Meer und anderen Ökosystem hingegen richtet der Kunststoffbeutel noch mehr Schäden an. Tiere nehmen den Müll auf und verenden an den Folgen.

Gründe für den Verzicht auf die Tüte gibt es genug. Aber nicht nur die Tragetasche aus Plastik ist problematisch. Weiterer Müll fällt bei jedem Einkauf in der Obst- und Gemüseabteilung an. Verzichten Sie deswegen auf die dünnen Plastiktüten und greifen Sie zu wiederverwendbaren Beutelchen aus Leinen oder Baumwolle. Solche Taschen lassen sich waschen und weisen eine lange Lebensdauer auf. Stellen Sie sich nur mal den vermiedenen Berg an Abfall vor – bei 4 Tüten die Woche kommen im Jahr bereits 220 Stück zusammen!

2. Kaufen Sie umweltfreundliche Reiniger

Damit sich Bakterien und andere Erreger nicht ungehindert verbreiten, ist eine regelmäßige Reinigung von Haus und Wohnung unvermeidlich. Es müssen jedoch nicht immer die Chemiekeulen sein. Letztendlich spülen wir die Reste der giftigen Reiniger in unser Abwasser, das Kläranlagen anschließend sehr arbeitsintensiv säubern.

Ihre Wohnräume glänzen auch mit ökologischen Putzmitteln von nachhaltigen Herstellern. Noch umweltfreundlicher gestalten Sie die den Hausputz mit selbst gemachten Reinigern. Verwenden Sie dafür Essig, Natron, Zitronensäure (aus der Tüte) oder Zitronensaft.

Einen Allzweckreiniger mit Zitrusduft stellen Sie im Handumdrehen zu Hause her:
Geben Sie Schalen von Zitronen und Orangen in ein gut verschließbares Glas und füllen Sie dieses mit Essig auf, bis alles bedeckt ist. Nach 2 bis 3 Wochen ist das Putzmittel fertig.

3. Verwenden Sie feste Seife

Im Bad fällt eine Menge Plastik an: Duschgel, Flüssigseife, Shampoo und Rasiergel sind nur einige der Übeltäter. Vieles können Sie jedoch problemlos aus Ihrer Wohnung verbannen.

Ein Stück Seife ersetzt Duschgel und Flüssigseife in Plastikverpackungen. Es ist ergiebig und in Papier umwickelt erhältlich. Übrigens: Bakterien überleben auf der Seife nicht. Dementsprechend stellt Seife am Stück kein Hygiene- oder Gesundheitsrisiko dar. Allerdings sollten Sie auf die Seifenschale Acht geben. Reinigen Sie diese regelmäßig mit heißem Wasser oder verwenden Sie gleich einen Magnethalter für die Seife.

Bei der Seife muss nicht Schluss sein. Weitere Alternativen für das ökologische Bad sind aber bisher leider im Supermarkt nicht zu kaufen. Über das Internet oder in speziellen Läden bekommen Sie Rasierseife, festes Shampoo, Rasierhobel und mehr.

4. Essen Sie viel Obst und Gemüse

Die Ökobilanz von Obst und Gemüse ist deutlich besser, als es bei Fleisch, Eiern und Milch der Fall ist. Für den Gewinn tierischer Produkte kommen zunächst große Mengen an Futtermitteln zum Einsatz. Und diese verbrauchen viele Pestizide, Land und vor allem Wasser. Die verwendete Tiernahrung stammt oftmals aus anderen Ländern, wodurch ein langer Transportweg und CO2 anfallen. Kühe stoßen darüber hinaus Methan aus. Methan gilt als 25-mal wirksamer (und somit schädlicher) als CO2.

Grünzeug war bisher ausschließlich Kaninchenfutter für Sie? Das muss nicht so bleiben. Gemüse lässt sich abwechslungsreich und lecker zubereiten. Schauen Sie im Internet doch mal nach neuen Rezepten oder kaufen Sie ein entsprechendes Kochbuch.

Ein weiterer Pluspunkt von mehr Pflanzen auf dem Teller: Obst und Gemüse bekommen Sie in vielen Supermärkten plastikfrei.

5. Schmeißen Sie weniger Lebensmittel weg

Lebensmittelverschwendung ist ein aktuelles Thema. In Deutschland landen Jahr für Jahr 82 Kilo Nahrungsmittel im Müll – und zwar pro Person. Das entspricht einem Warenwert von 235 Euro. Gerade bei Familien läppert sich die Summe. Aber sie ist nicht der einzige Grund, weshalb Lebensmittelverschwendung skeptisch zu betrachten ist. Immerhin kommen für die Produktion unterschiedliche Ressourcen zum Einsatz: Obst, Gemüse oder Getreide werden regelmäßig gegossen und mit Pestiziden behandelt, die weitere Verarbeitung verbraucht Energie und stößt CO2 aus.

Die meisten Menschen ärgern sich über verdorbene Lebensmittel. Damit bei Ihnen demnächst weniger in die Tonne wandert, haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt:

  • Miss Piggy sagte: „Iss‘ nicht mehr, als du heben kannst“. Das lässt sich fast übertragen – kaufen Sie nie mehr, als Sie tragen können. Oder: kaufen Sie nur so viel, wie Sie für einen festgelegten Zeitraum benötigen. Gehen Sie lieber ein zweites Mal los.
  • Frieren oder kochen Sie Reste ein
  • Bringen Sie übriges Essen in einen Fairteiler von Foodsharing oder verschenken Sie es an Nachbarn und Freunde
  • Lagern Sie Ihr Obst und Gemüse richtig für eine längere Haltbarkeit
  • Planen Sie Ihr Essen – dann wissen Sie genau, welche Zutaten Sie brauchen und lassen Überflüssiges im Supermarkt
  • Gehen Sie nicht hungrig einkaufen
  • Verarbeiten Sie Lebensmittel, die bald schlecht werden. Aus Früchten lässt sich zum Beispiel Marmelade zaubern oder aus schrumpeligen Gemüse eine Suppe

6. Machen Sie viel selbst

Fertigprodukte sind verführerisch. Immerhin schenken sie uns den Zeitaufwand für eine selbst gekochte Mahlzeit. Allerdings gehen wir keinen guten Deal ein: Wir sparen zwar Zeit, dafür nehmen wir in den meisten Fällen viel Fett, Salz sowie Geschmacksverstärker auf und produzieren zugleich einiges an Müll. Fertigprodukte stecken schließlich häufig in stark verpackten Plastik- oder Aluschalen.

Für hektische Tage empfiehlt es sich, vorzukochen. Die Mahlzeiten können Sie anschließend entweder für einige Stunden im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Für die Arbeit eignen sich Lunchboxen. Spezielle Modelle mit Thermofunktion halten heiße Lebensmittel warm. Damit sind Sie optimal auf den Arbeitsalltag vorbereitet und müssen nicht mehr zu teuren Fertigprodukten greifen.

Aber nicht nur Speisen lassen sich hervorragend zu Hause zubereiten. Auch Kosmetikprodukte sind schnell selbst gemacht. Eine kleine Auswahl an Rezepten finden Sie hier.

7. Greifen Sie zu Mehrweg- statt Einwegprodukten

Wann immer Sie die Wahl haben: Entscheiden Sie sich für Mehrweg- statt Einwegprodukte. Einwegprodukte sind meistens sehr praktisch. Nach der Verwendung schmeißen wir sie einfach weg und nutzen die gesparte Zeit für die Reinigung anders. Das geht aber leider auf die Kosten unserer Umwelt. Bei der Produktion von jedem Einwegprodukt wird Energie genutzt und CO2 freigesetzt. Setzen Sie deswegen besser bei Bechern, Tellern, Messern etc. auf Mehrwegalternativen.

Tipp: Kaufen Sie für Feste mit vielen Gästen doch Porzellangeschirr vom Flohmarkt, buchen Sie ein Spülmobil oder bitten Sie die Eingeladenen, eigene Teller mitzubringen.

 

Carina Jagonak

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