Mönchspfeffer: Bei Frauenbeschwerden und Impotenz

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Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) oder Keuschlamm ist für die Frauengesundheit eine medizinisch bedeutsame Pflanze. Sie findet erfolgreich Verwendung bei hormonellen Beschwerden und der Zyklusregulierung. Hier erfahren Sie alles über Inhaltsstoffe, Wirkung, Anwendung und wo der Mönchspfeffer beheimatet ist. Schon 600 Jahre vor Chr. wurde diese wirkungsvolle Heilpflanze erfolgreich gegen viele Beschwerden eingesetzt. Besonders in der Frauenheilkunde. Haben Sie gewusst, dass Mönchspfeffer auch gegen Akne hilft?

Das Wichtigste über Mönchspfeffer

  • wird eingesetzt gegen: Hormonschwankungen, Impotenz, Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit, Stillprobleme, unregelmäßiger Zyklus
  • Wissenschaftlicher Name: Vitex agnus-castus
  • Umgangssprachliche Namen: Keuschlamm und Keuschbaum
  • Wichtigste Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, fettlösliche Flavone, Iridoide.

Was ist Mönchspfeffer?

Mönchspfeffer zählt zu den Eisenkrautgewächsen und ist im Mittelmeerraum zuhause und wird bis nach Mittelasien kultiviert. In unseren Breitengraden werden die Mönchspfefferfrüchte von September bis Oktober geerntet. Der bis zu sieben Meter hohe Baum hat palmenförmige Blätter. Kleine, wohlriechende, fliederfarbene Blüten sind an rippenförmigen Dolden angeordnet. Aus den Blüten wachsen kleine gelbe Beeren, die während der Reifezeit dunkler werden. Nach der Ernte werden die Früchte gereinigt, gepresst, getrocknet und weiterverarbeitet. Mönchspfeffer enthält:

• Ätherische Öle (Cineol): entzündungshemmend, schleimlösend

Flavonoide  (Casticin): gegen Alterung, chronische Krankheiten, Krebs, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Alzheimer, grauer Star

• Alkaloide  (Viticin): beruhigende Wirkung, lindert Schmerzen, löst Krampfanfälle

• Iridoide  (Aucubin Agnusid): gegen Krankheitserreger, entzündungshemmend, antibiotisch

Die ätherischen Öle (Cineol) des Mönchspfeffers lindern Beschwerden bei Atemwegskrankungen.

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Mönchspfeffer hilft Frauen und Männern gleichermaßen

Bei Potenzstörungen

Die Bezeichnung Mönchspfeffer in der Frauenheilkunde und bei Kinderwunsch ist irritierend. Denn in früherer Zeit waren Mönchspfefferfrüchte den Mönchen vorbehalten, um sexuelle Triebe zu unterdrücken. In der heutigen Zeit profitieren Männer mit Potenzstörungen von Mönchspfeffer-Präparaten, die gegen Impotenz verabreicht werden.

Dosierung

Die Dosierung ist ausschlaggebend, ob die Libido gesenkt oder gesteigert werden soll. Bei reichlicher Gabe werden die sexuellen Triebe unterdrückt. Bei sparsamer Dosierung wirken die Präparate gegen Impotenz. Obwohl seine heilende Wirkung auch für Männer seine Verwendung findet, wird Mönchspfeffer mit der Frauenheilkunde in Verbindung gebracht. Mönchspfeffer ist ein Allroundtalent unter den Heilpflanzen und Naturheilmitteln. Es ist kaum bekannt, dass Mönchspfeffer ein Aphrodisiakum für Mann und Frau ist.

Erfahrung bei der Zyklusregulierung

Zur Regulierung des weiblichen Hormonhaushalts gehören die Präparate zu den wichtigsten Naturheilmitteln. Auch in der Homöopathie findet er seine Verwendung, um den weiblichen Hormonhaushalt zu regulieren. Er ist eine Alternative zu herkömmlichen Medikamenten bei Menstruationsproblemen und unregelmäßiger Regelblutung.

In den Wechseljahren

Bei Frauen im Klimakterium bauen sich die Hormone Östrogen und Gestagen stetig ab. Beschwerden wie Hitzewallungen, Nervosität und Stimmungsschwankungen bestimmen den Alltag. Mönchspfeffer sorgt für den hormonellen Ausgleich und lindert die Symptome auf angenehme Weise. Während der Wechseljahre kann die unregelmäßige Periode reguliert werden. Ein langer oder ein kurzer Zyklus kann sich normalisieren.

Mönchspfeffer beim Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Hiermit ist ein komplexes Beschwerdebild gemeint. Die Beschwerden beginnen einige Tage vor dem Eintreten der Regelblutung und hören mit deren Beginn auf. Die Wirkstoffe des Mönchspfeffers in seiner wirkungsvollen Zusammensetzung, lindern Schmerzen und lösen Krampfanfälle im Unterleib.

Beschwerden, die mit dem Prämenstruelles Syndrom zusammenhängen:

  • Kopfschmerzen
  • Blähungen
  • Brustschwellungen
  • Reizbarkeit
  • Depressionen
  • Migräne
  • Ausbleibenden Periode
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS
  • Stimmungsschwankungen
  • Nervosität
  • Unterleibskrämpfe

Hilft Mönchspfeffer schwanger zu werden?

Steht nach einem Fruchtbarkeitstest fest, dass ein niedriger Progesteronspiegel zur Unfruchtbarkeit führt, gleichen Mönchspfeffer hormonelle Störungen, die eine Schwangerschaft verhindern, aus. Mönchspfeffer erhöht in der zweiten Zyklushälfte das Hormon Progesteron. Progesteron ist ein wichtiges Gelbkörperhormon zur Vorbereitung einer Schwangerschaft. Durch die erhöhte Progesteronbildung werden die Eierstöcke im Menstruationszyklus ausbalanciert. Durch die unterstützende Maßnahme besteht die Hoffnung, schwanger zu werden.

Studien zum Thema Mönchspfefferfrüchte

In einer 1988 durchgeführten Studie wurde bewiesen, dass die Früchte des Mönchspfeffers Progesteron enthalten. Progesteron hat Einfluss auf die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), die den Menstruationszyklus steuert. Weil Mönchspfeffer tief in den Hormonhaushalt eingreift, sollten junge Mädchen in jeglicher Form darauf verzichten.

Erfahrungen bei Stillproblemen

Die Früchte des Mönchspfeffers steigern den Milchfluss und mildern das Spannungsgefühl (Mastodynie) sowie Schmerzen in der Brust. Stillprobleme treten auf, wenn das Hormon Prolaktin-Hormon zu niedrig ist. Die Ursachen sind vielfältig und entstehen meistens durch Stress nach der Geburt. Um den Milchfluss wieder anzuregen, muss die Ausschüttung von Prolaktin erhöht werden. Mönchspfeffer reguliert die hormonelle Dysfunktion und verbessert somit den Milchfluss.

Achtung! Bei Stillproblemen und während der Schwangerschaft nehmen Sie Mönchspfeffer nur mit Rücksprache Ihres Arztes.

Ein guter Rat zum Mönchspfeffer

Damit der Mönchspfeffer seine volle Wirkung entfalten kann, ist es notwendig, die Präparate über mehrere Monate einzunehmen. Nach drei Monaten muss eine Pause eingelegt werden. Einerseits, um eine Verbesserung der Beschwerden festzustellen und andererseits, um keinen Gewöhnungseffekt aufkommen zu lassen. Mönchspfeffer ist verschreibungspflichtig und auch frei verkäuflich. Die Einnahme in der Frühschwangerschaft kann fatale Folgen haben. Halten Sie immer Rücksprache mit dem Arzt.

Haben Sie gewusst, dass Mönchspfeffer bei Akne hilfreich sein kann?

 

Mönchspfeffer-Tee, wirkt positiv und beruhigend auf Geist und Seele. Sorgt für innere Harmonie und Wohlbefinden.

Kapseln, bei Beschwerden während des Zyklus oder PMS und in den Wechseljahren

Tabletten, sehr hilfreich bei Beschwerden in den Wechseljahren.

Tropfen, bei Unterleibskrämpfen und Stimmungsschwankungen

Tinktur, hilft gegen Akne

 Globuli, bei prämenstruellem Syndrom, (PMS),

 

Wie lange darf ich Mönchspfeffer einnehmen?

Wie bei allen Präparaten, ob Tabletten, Tee oder Globuli, sind Nebenwirkungen nicht gänzlich auszuschließen. Um die Nebenwirkungen zu mindern, ist einiges bei der Dosierung, Zubereitung und Anwendung zu beachten:

Fragen Sie Ihren Arzt:

  • Wie ist die richtige Dosierung für mich?
  • Darf ich Mönchspfeffer in der Frühschwangerschaft einnehmen?
  • Welche Mönchspfeffer-Präparate sind für mich geeignet?
  • Wie lange muss ich Mönchspfeffer einnehmen?

Sie können Mönchspfeffer auch in der Apotheke kaufen und sich dort beraten lassen. Mönchspfeffer muss individuell nach Ihren Beschwerden dosiert werden. Eine Überdosierung kann Empfindungsstörungen und andere Beschwerden nach sich ziehen.

Achtung! Die Alkaloide im Mönchspfeffer können bei falscher Dosierung Vergiftungen hervorrufen. Eine Überdosis auch tödlich enden! Daher Mönchspfeffer-Präparate immer nach ärztlicher Anweisung einnehmen. Beachten Sie die maximale Dosierung pro Tag. Tabletten 3 Gramm und Extrakt 4 Gramm pro Tag.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie bei jeder Heilpflanze sind auch bei Mönchspfeffer Nebenwirkungen möglich:

  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen
  • Hautausschlag
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Komplikationen in der Frühschwangerschaft

Fazit:

Mönchspfeffer ist ein natürliches homöopathisches Produkt mit hilfreichen Substanzen für die Libido. Zudem eine gute Alternative zu herkömmlichen Medikamenten. Richtig dosiert ist Mönchspfeffer bei vielen Indikationen einzusetzen. Obwohl keine Verschreibungspflicht besteht, wird von einer Selbstbehandlung dringend abgeraten. Bei hormonbedingten Krankheiten, zum Beispiel Krebs, darf Mönchspfeffer nicht eingenommen werden.

Weiterführende Links und Studien:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm3_26_2001

https://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=103

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmedhealth/PMH0057312/

Haftungsausschluss und Hinweis zu gesundheitsbezogenen Themen: Diese Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information. Es ist  keine Empfehlung oder Bewerbung der diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel oder Naturheilmittel. Der Text erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch kann die Aktualität und Richtigkeit der Information garantiert werden. Der Artikel ersetzt keinesfalls eine fachliche Beratung durch Ärzte oder Apotheker. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.

Alma-Marianne Valki-Wollrabe

 

Über Alma-Marianne Valki-Wollrabe 3 Artikel
Ich bin verheiratet. Meine sieben Enkel und vier Urenkel halten mich fit. Mein Hobbys sind lesen, schreiben, die Natur genießen und kochen. Als Physiotherapeutin schreibe ich über med. Themen und Kochrezepte bei http://www.oma-kocht.de

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