Minze – ein gesundes Allroundtalent

Pfefferminze
Pfefferminze, Foto: pixabay.de

Die Minze in Küche, Naturheilkunde und Naturkosmetik

Wer bei Pfefferminze nur an Tee denkt, sollte unbedingt hier weiterlesen: Die vielseitige Pflanze ist nämlich nicht nur bei Verdauungsproblemen für uns da. Sie ist eine der beliebtesten Essenzen in der Aromatherapie, macht munter, schenkt neue Energie, sorgt für ein angenehmes Raumklima, hilft bei Hautproblemen und schmeckt erst noch gut. Ein ätherisches Minze-Öl sollte immer zur Hand sein!

Minze – ein Würz- und Heilkraut in unzähligen Varianten

Rund um den Globus wird die Minze geschätzt. Sie kommt in der Küche ebenso zum Einsatz, wie in der Heilkunde. Von den unzähligen Minze-Sorten nutzen wir in Mitteleuropa rund 25. Neben der echten Minze, die übrigens aus England stammt, lohnt es sich, weitere Arten auszuprobieren. Kennen Sie zum Beispiel schon die Ingwer-Minze? Anders als von Minze gewohnt, schmeckt sie fruchtig-scharf und hat nicht den typischen Menthol Geschmack.

Ingwer-Minze eignet sich zum Beispiel sehr gut, um Wasser zu aromatisieren: dafür einfach ein, zwei Zweige in eine Karaffe geben und mit frischem Wasser auffüllen.

In Minze stecken, je nach Sorte, viele Bitter-, Gerb- und sekundäre Pflanzenstoffe. Die Naturheilkunde verwendet vor allem die Pfefferminze, deren ätherische Öle Sekret fördernd und antibakteriell wirken und Schnupfennasen die Atmung erleichtern.

 

 

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Pfefferminze stärkt Darm und Magen

Ein aus Pfefferminze gebrühter Tee lindert, heiss getrunken, akute Bauchbeschwerden nach üppigen Mahlzeiten, indem er die Bildung von Magensaft anregt. Ausserdem fördert er die Produktion von Gallensaft, unterstützt die Leber, vertreibt lästige Blähungen und wirkt entkrampfend. Kalter Pfefferminztee ist herrlich erfrischend an heissen Sommertagen. Er wirkt übrigens antiseptisch und hilft zum Beispiel als Spülung bei Zahnfleischproblemen.

Wichtig: Bei Magenentzündungen sollte die Pfefferminze nicht angewendet werden! Sowieso gilt auch hier: Bei langanhaltenden oder schwerwiegenden Beschwerden müssen Sie Ihren Hausarzt kontaktieren!

Minze sorgt für ein angenehmes Raumklima

Wenn Sie den Duft der Minze mögen, verwenden Sie das ätherische Öl in Duftlampen, im Diffusor oder auf einem Duftstein. Sie können das Öl auch mit anderen Düften mischen, das Gefühl von Klarheit und Reinheit bleibt erhalten.

Es heisst, dass Minze den Geist aufräumt.

Minze lindert Kopfschmerzen und Unwohlsein

Ätherisches Minze-Öl sollten Sie immer in der Tasche haben. In Drogerien und Naturapotheken sind Aroma-Roll-On und kleine Sprayflaschen erhältlich, die sich gut mitnehmen lassen. Beim Einatmen erhält das Gehirn die entsprechenden Signale, um die Schmerzleitung zu unterbrechen. Das funktioniert vor allem dann, wenn stickige Luft, Müdigkeit oder Hitze die Ursache für das Kopfweh sind.

Ich habe mir angewöhnt, wenn ich im Sommer wandere, ein paar Tropfen Pfefferminzöl auf ein Halstuch zu geben. Zwischendurch in einem kühlen Bergbach angefeuchtet, ist dieses herrlich erfrischend und schenkt Abkühlung und dank Pfefferminzduft tatsächlich neue Energie.

Körper- und Hautpflege mit Pfefferminze

Pfefferminze und andere Minze Arten finden sich auch in vielen kosmetischen Produkten. Nicht nur in Zahncreme und Mundwässern wird das erfrischende grüne Kraut eingesetzt: auch unreine, juckende Haut profitiert von dessen Inhaltsstoffen. Im Handel gibt es verschiedene Naturkosmetik-Produkte, die Minze enthalten. Wenn Sie gerne Pflegeprodukte selber machen, empfehle ich Ihnen zum Beispiel diese wirksame Handcreme. Die lässt sich ganz einfach herstellen und macht selbst stark beanspruchte, raue Hände wieder zart:

Handcreme mit Minze selber machen

  • 1 EL Bienenwachs und 3 EL Kokosöl im Wasserbad schmelzen.
  • 3 bis 4 Tropfen Pfefferminzöl darunter rühren
  • In eine kleine Dose füllen und abkühlen lassen

Was die Minze sonst noch kann:

Grüner Smoothie mit Pfefferminze
Grüner Smoothie mit Pfefferminze, Foto: pixabay.de

Die feine Schärfe und ihr Aroma machen die Pfefferminze zu einem beliebten Würzkraut für Suppen, Fleischgerichte, Salate und Desserts. Aber das ist noch nicht alles: In einem grünen Smoothie sorgt sie für einen spürbaren Energie-Kick. Ein solcher Powerdrink ist nicht nur für Sportler eine Wohltat, frisch aus dem Mixer versorgt er uns mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen. Wie Sie die Zutaten zusammenstellen, bleibt natürlich Ihrem Geschmack überlassen.

Grundrezept für einen grünen Smoothie mit Pfefferminze:

  • Eine Bio-Salatgurke (Bio, damit Sie die Schale mitverwenden können), eine Handvoll Minze-Blättchen, ca. 100 ml Wasser und einige Eiswürfel pürieren, bis sich ein sämiger Smoothie ergibt.
  • Experimentieren Sie ruhig mit weiteren Zutaten wie Salaten, Wildpflanzen und Kräutern.

 

Hier habe ich ein Video gefunden, das zeigt, wie man eine erfrischende Pfefferminz-Limonade selber machen kann:

Minze passt zu vielen Sommersalaten, und gibt sogar Obstsalaten eine ganz besondere Note. In unserer Rubrik «Ernährung» werden wir das Thema Kochen und Backen mit Minze bestimmt auch einmal aufgreifen.

Übrigens: Minze kann auch beim Abnehmen helfen! Wenn sich abends der Heisshunger meldet, bremst das Aroma eines Pfefferminze Kaugummis das Hungergefühl.

 

Sabine Itting

 

Über Sabine Itting 31 Artikel
Geboren und aufgewachsen in Thüringen, lebt Sabine Itting seit vielen Jahren in der Schweiz, wo sie als Texterin, Autorin und Online-Redaktorin tätig ist. Ihre Liebe zum Landleben und ihr Interesse an Traditionen, Denkmalschutz, Naturheilkunde, Reisen und Wandern, spiegeln sich in ihren Texten wieder. Ihr Projekt «Naturerlebnis Alpen – Schweizer Wanderforum» ist inzwischen mit einem eigenen Online-Magazin im Netz zu finden. Sie ist Inhaberin vom «Schweizer Textservice» und schreibt für Webseiten, Blogs und Printmedien.

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