Mein Kind isst kein Obst – 5 Tipps für Vitaminverweigerer.

Kind gibt Erdbeere zurueck
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„Mag ich nicht!“ Viele Eltern kennen das Problem: 5 Portionen Obst und Gemüse soll ein Kind pro Tag möglichst essen. Soweit die Theorie. Aber was, wenn der Nachwuchs so gar keine Ambitionen hat, die vitaminreichen Leckereien überhaupt zu probieren? Anstatt seine Energie in stundenlange Diskussionen zu stecken oder sich mit einem schlechten Gewissen herumzuschlagen, lohnt es sich, folgende Dinge einmal auszuprobieren:

1. Ausstechen: macht Spaß und sieht gut aus.

Das Auge isst mit. Und das gilt auch oder besonders für kleine Kinder. Deshalb: Seien Sie kreativ. Ob mit den Keksförmchen aus dem Schrank oder extra Ausstechformen

für Brot, Gemüse und Obst: Damit zaubern Sie im Handumdrehen aus dem langweiligen Apfel bunte Sterne und Herzchen, lassen die Kiwi als Schmetterling auf den Teller fliegen oder die Mango als Sonne in der Brotdose strahlen. Natürlich können Sie auch Figuren, Lieblingstiere oder Comichelden ausstechen oder sich lustige Namen und Geschichten zu den einzelnen Obstformen ausdenken.

Noch besser ist es, wenn Sie das Obst mit dem Kind zusammen ausstechen. Denn was macht mehr Appetit auf etwas als der Spaß bei der Zubereitung? Da kann kaum ein Kind widerstehen. Probieren Sie es einfach mal aus!

2. Quetschie selbst machen.

Egal, wie wenig Obst ein Kind isst, eine Sache lieben fast alle: Quetschies. Das pürierte Obst, das direkt aus der Tüte in den Mund gequetscht wird. gibt es inzwischen von diversen Herstellern und in unglaublich vielen Geschmacksrichtungen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Obwohl der Hinweis „ohne Zuckerzusatz“ häufig ein gesundes Produkt suggeriert, wird zum Teil mit Saftkonzentraten oder zusätzlicher Fruchtsüße getrickst. Und in einigen Produkten wurden von Ökotest sogar Rückstände von Pestiziden nachgewiesen. Außerdem produzieren die Quetschies bei regelmäßigem Verbrauch relativ hohe Kosten – und Plastikmüll.

Deutlich günstiger, gesünder und umweltschonender ist es deshalb, wenn Sie die Quetschies selbst machen. Wiederverwendbare Quetschbeutel lassen sich leicht mit Obstbrei befüllen und nach Gebrauch wieder reinigen. Beim Obst entscheiden Sie selbst, welche Früchte Sie nutzen, können z. B. auf Bio-Produkte zurückgreifen und diese ganz nach Ihren Wünschen kombinieren. Pürieren Sie das Obst ganz einfach im Mixer, geben auf Wunsch für die Konsistenz ein wenig Obstsaft oder Joghurt dazu, füllen Sie in die Quetschbeutel – fertig.

 

Rosa Smoothie mit Kiwi
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3. Eigenen Smoothie kreieren.

Ihr Kind lässt sich beim besten Willen nicht zum Obstessen bewegen? Dann versuchen Sie es mit flüssigen Vitaminen. Schneiden Sie das Obst mit ihrem Kind zusammen, geben Sie es in einen Mixer und gießen Sie etwas Milch oder Obstsaft dazu. Den können Sie natürlich vorher auch zusammen frisch auspressen. Dann alles gründlich mixen, in das Lieblingsglas gießen, einen bunten Strohhalm dazu – fertig. Jetzt denken Sie sich zusammen mit dem Kind noch einen passenden Namen für die Eigenkreation aus, und schon schmeckt das Ganze noch einmal so lecker. Als zusätzlichen Anreiz können Sie auch eine kleine Portion Vanilleeis in den Smoothie mischen – welches Kind kann da schon widerstehen?

 

 

Gesundes Eis am Stiel aus Obst
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4. Obst als Eis am Stiel.

Es gibt kaum ein Kind, das es nicht mag: ein leckeres Eis am Stiel. Und genau das nutzen Sie aus, um ihrem Nachwuchs das Thema Obst schmackhaft zu machen. Alles, was Sie dafür brauchen, sind passende Eisförmchen, Stiele eine Auswahl an möglichst buntem Obst und Flüssigkeit zum Auffüllen wie z. B. Kokoswasser, Apfelsaft oder ein anderer Fruchtsaft nach Wahl. Schneiden Sie das Obst in kleine Stücke, die in die Eisformen passen. Je bunter die Mischung, desto besser. Füllen Sie die Formen mit dem Obst und gießen Sie die Zwischenräume mit der Flüssigkeit auf. Jetzt die Stiele in die Mitte stecken und das Ganze für einige Stunden ins Gefrierfach stellen. Sieht super aus und lädt nicht nur Kinder zum Probieren ein.

Und falls das Obst in diesem Eis für Ihr Kind noch zu gut zu erkennen ist: Pürieren Sie das Obst einfach mit etwas Flüssigkeit und geben je nach Geschmack mit etwas Rohrzucker dazu. Dann ebenfalls in die Formen füllen, Stiele einstecken und einfrieren. Sieht nicht mehr nach Obst aus, ist aber genauso lecker.

Tomatensauce mit verstecktem Gemüse
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5. Gemüse geschickt verstecken.

Ihr Kind isst zwar Obst, hat aber jegliche Gemüsesorten auf seiner „Mag ich nicht“-Liste? Oder verweigert der Knirps grundsätzlich alles, was nach Vitaminen aussieht? Dann hilft nur noch eins: Verstecken Sie das Gemüse im Lieblingsessen. In der Nudelsauce werden Möhrchen, Zucchini oder Auberginen mit püriert, alternativ können Sie auch eine knallgrüne Sauce aus püriertem Brokkoli, Gemüsebrühe und z. B. Creme fraiche anbieten.

Ihr Kind isst gern Eierkuchen? Prima! Dann versuchen Sie einfach beim nächsten Mal, eine fein geriebene Zucchini mit in den Teig zu geben. Den Kartoffelbrei können Sie mit Möhren oder Kürbis orange einfärben und mit Hilfe von Ausstechförmchen in lustigen Variationen anbieten. Auch Kartoffelpuffer lassen sich gut mit kleinen Gemüsestücken versehen. Und welches Kind isst nicht gern Pommes? Bereiten Sie die versuchsweise doch mal aus Süßkartoffeln oder Pastinaken zu.

Natürlich lassen sich viele Gemüsesorten ebenso gut ausstechen wie das Obst.

Viel Spaß beim Ausprobieren und viel Erfolg!

Wiebke Tegtmeyer

 

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Über Wiebke Tegtmeyer 2 Artikel
Hamburger Deern und zweifach Mama. Beschäftigt sich mit allen Themen rund um Familie, Kinder und Elternsein. Fotografiert gern und interessiert sich für Musik, Hamburg, Fußball und Veggie-Themen. Nach dem Volontariat zur Online-Redakteurin arbeitet Wiebke als Texterin mit zusätzlichen Schwerpunkten SEO und Social Media und fotografiert nebenberuflich Konzerte,

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