Der Wagram: den Herbst in Österreich genießen

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Wenn Sie Österreich mit all seinen Facetten von der schönsten Seite kennenlernen wollen, sollten Sie sich in den Herbstmonaten einen Besuch am Wagram nicht entgehen lassen. Denn entlang dieses Höhenzuges, der nördlich von Wien beidseitig der Donau erstreckt, erwarten Sie nicht nur ungetrübte Naturerlebnisse, sondern auch malerische Städtchen und Dörfer sowie eine schier unermessliche Vielzahl an kulinarischen Spezialitäten. Nicht umsonst hat sich der Wagram in den vergangenen Jahren als Weinbaugebiet etabliert, in dem hervorragende Qualitätsweine angebaut werden.

Was ist der Wagram?

Hierbei handelt es sich um einen Höhenzug, der sich in Niederösterreich beidseitig der Donau bis zu einer Höhe von 40 Metern erhebt und der bekannt ist für seine fruchtbaren Böden. Von der geographischen Lage her leitet sich übrigens auch der Name ab. Denn aus dem mittelhochdeutschen übersetzt bedeutet der Name in etwa „Hang beim Wasser“.

Ein äußerst mildes Klima

Das äußerst milde Klima macht den Wagram ganzjährig zu einem beliebten Ausflugsziel für Gäste aus dem nahe gelegenen Wien und aus dem Ausland. Weil die Landwirtschaft in der Region eher kleinteilig strukturiert ist und die örtlichen Landwirte seit Jahren auf das Prinzip der Direktvermarktung setzen, können Sie so manche Köstlichkeit in der Region direkt beim Erzeuger kaufen. Weil Marillen, Kirschen und vor allem Wein hier hervorragend gedeihen, trägt der Wagram auch den Beinamen „das Piemont Österreichs“.

Das Weinanbaugebiet am Wagram

Traditionell setzen die Weinbauern am Wagram auf Handarbeit, was aber zu einem gewissen Teil daran liegt, dass die Anbauflächen sehr steil und kleinräumig sind, weshalb sie sich maschinell kaum bearbeiten lassen. Qualitativ muss der Wein aus dem Wagram aber den Vergleich mit anderen Weinbauregionen wie der Wachau oder dem unteren Kamptal aber nicht zu scheuen. Die bekanntesten Weinbau-Orte in der Region sind neben Klosterneuburg:

  • Hippersdorf
  • Stetteldorf am Wagram
  • Kirchberg am Wagram
  • Feuersbrunn
  • Oberstockstall
  • Gösing
  • Ruppersthal
  • Großriedental
  • Langenlois
  • Hadersdorf

Von der Qualität der örtlichen Weine können Sie sich beim Besuch in einem der zahllosen Heurigen-Lokale der Region überzeugen. Allerdings sollten Sie vorab in einem Heurigen-Kalender abklären, ob das Lokal zum gewünschten Zeitpunkt geöffnet hat. Der Grund: Charakteristisch für die Heurigenlokale in Österreich ist die Tatsache, dass diese nur an wenigen Wochen im Jahr geöffnet haben. Die Hauptsaison für diese Lokale ist aber natürlich im Herbst, wenn die jungen Weine gekeltert sind. Daneben finden Sie auf der Karte in jedem Heurigenlokal auch eine kleine, aber feine Auswahl an Spezialitäten aus der Region.

Harry Pfliegl

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Über Harry 25 Artikel
Nachdem Harry Pfliegl im Bayerischen Wald aufwuchs und dort sein Abitur ablegte, absolvierte er eine klassische journalistische Ausbildung. In der anschließenden, sechsjährigen Tätigkeit als (Allein-)Redakteur hatte er die Gelegenheit, sich in alle journalistischen Ressorts fundiert einzuarbeiten und große Teile des Freistaates kennenzulernen. Seit 2012 arbeitet er nunmehr als freier Texter und bearbeitet in diesem Zusammenhang mit Vorliebe Themen aus den Bereichen Reise, Gesundheit und Psychologie. Dank der fundierten Ausbildung und breit gefächerten Interessen schaut er aber auch über den Tellerrand und arbeitet sich gern in andere Themengebiete ein, wobei Sport und Technik absolute Tabuthemen sind.

2 Kommentare

  1. Ja, Österreich ist ein schönes Reiseland. Hab schon einiges gesehen und bin erst vor kurzem an der Donau entlang von Passau nach Wien geradelt. Den Wagram kenne ich noch nicht, kommt jetzt aber auf die Reisewunschliste.

  2. Wenn ich einen Tipp geben darf: Leg die Reisezeit nach dem Heurigenkalender (lässt sich online problemlos finden). Die sind in der Gegend sowohl vom Angebot als auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis her einfach nur genial.

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