Berufskleidung – eine Visitenkarte Ihres Unternehmens

Arbeitskleidung
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Ob Uniform, Arbeits- und Berufskleidung, Businesslook oder Jeans und Shirt – jeder Berufszweig hat seine eigenen Richtlinien, wenn es um die Kleidung der Mitarbeiter geht. Neben gesetzlichen Vorschriften, die vor allem Sicherheit und Hygiene betreffen, dient Berufskleidung auch der Identifikation mit dem Unternehmen. Zudem spielt die Wahl der Arbeitsbekleidung und deren Qualität eine Rolle, wenn es darum geht, sich als Firma nach aussen zu präsentieren.

Die Uniform – wo sie getragen wird und welche Aufgaben sie hat

Uniformen werden beispielsweise im öffentlichen Dienst, in der Armee oder der Feuerwehr getragen. Sie stellen eine Sonderform der Berufskleidung dar: Sie sorgen in wichtigen Positionen, wie der von Piloten, Polizisten oder Stewardessen, für Erkennbarkeit und können gleichzeitig die Hierarchie-Unterschiede verdeutlichen. Uniformen sollen Vertrauen aufbauen und Respekt verschaffen und strahlen eine gewisse Autorität aus. Sie werden vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt und weisen den Arbeitnehmer als Mitarbeiter des Unternehmens oder der Behörde aus.

Die Uniform war ursprünglich eine militärische Kleidung, deren Geschichte wahrscheinlich mit den römischen Legionen begann. Diese Frühformen verschwanden mit dem Untergang des römischen Reiches. Im frühen Mittelalter war es üblich, dass sich Soldaten während der Feldzüge mit Wappen und Fahnen als Zugehörige ihres Feldherrn erkennbar machten. Nur Ranghöhere trugen schon damals einheitliche Kleidung.

Der Begriff «Uniform» wird heute lockerer gesehen und auch allgemein für einheitliche Berufskleidung, zum Beispiel im Gastgewerbe oder in Verkaufsberufen, verwendet.

Diese erfüllt vor allem folgende Aufgaben:

  • Eine einheitliche Mitarbeiterbekleidung dient der Identifikation mit dem Unternehmen.
  • Sie stärkt die Teamzughörigkeit und kann somit positive Auswirkungen auf das Arbeitsklima haben.
  • Das einheitliche Erscheinungsbild wirkt professionell und kompetent.
  • Der Kunde erkennt seine Ansprechpartner sofort.
  • In Verbindung mit einem freundlichen Lächeln wird die Berufsbekleidung zur erfolgreichen Werbung für das Unternehmen.

Der Businesslook – von traditionell bis leger

Businesslook, Berufskleidung, Arbeitskleidung
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Auch wenn in einigen Branchen in den letzten Jahren der Dresscode nicht mehr ganz so strenggenommen wird, so gibt es doch nach wie vor Jobs, in welchen der klassische Businesslook vorgeschrieben ist. Das ist vor allem im Wirtschaftsbereich sowie in führenden Positionen der Fall. Aber auch in Unternehmen, welche die Kleidervorschriften lockerer sehen und in denen der «semi-formal», also «halb-formale» Dresscode herrscht, wird ein Outfit, das Professionalität und Seriosität ausstrahlt, erwartet. Style-technisch gibt es hier einen gewissen Spielraum, jedoch sollte immer auf hochwertige Qualität der Kleidung und Accessoires grosser Wert gelegt werden.

Bezüglich Businesslook hat sich in den letzten Jahren ein neuer Trend entwickelt: «smart-casual» ist vor allem in Kreativberufen, im IT-Bereich und Agenturen üblich. Hier ist ein legeres und etwas flippiges Outfit erlaubt, sofern es der Branche angepasst, businessmässig und professionell wirkt.

Arbeitskleidung in Baugewerbe und Landwirtschaft – Sicherheit ist das A und O

Tätigkeiten im Baugewerbe oder in der Landwirtschaft erfordern professionelle Arbeitskleidung, die den speziellen Anforderungen dieser Berufszweige gerecht wird. Sie muss zum Beispiel extrem strapazierfähig und trotzdem bequem sein, soll vor Wind und Wetter schützen, ausreichend Taschen für Werkzeuge haben und sollte auch die Sichtbarkeit bei Dämmerung gewährleisten. Einige Hersteller, wie beispielsweise Engelbert Strauss, haben sich auf hochwertige und modische Berufskleidung spezialisiert.

Arbeitgeber sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Angestellten die nötigen Schutzausrüstungen sowie die richtige Arbeitskleidung zur Verfügung haben.

Neben der Sicherheit darf auch das Wohlbefinden nicht ausser Acht gelassen werden: Für körperliche Arbeit werden flexible Kleidungsstücke benötigt, die ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Hosen mit strapazierfähigen Hosenträgern oder Latzhosen sind ein Muss, wenn viel Werkzeug in den Taschen verstaut wird. Grössten Wert muss auf die Arbeitsschuhe gelegt werden. In einigen Berufszweigen sind Sicherheitsschuhe vorgeschrieben.

Arbeitskleidung als Werbeträger – eine clevere Marketingstrategie

Für Arbeitgeber, welche die Berufsbekleidung zur Verfügung stellen, lohnt es sich in mehrfacher Hinsicht, in hochwertige Qualität zu investieren. Bei Arbeiten auf dem Bau oder Tätigkeiten mit Kundenkontakt ist das Erscheinungsbild eine Visitenkarte für Ihr Unternehmen. Aufgedruckte oder aufgestickte Werbebotschaften sind eine clevere Marketingstrategie: Zeigen Sie die Wertschätzung gegenüber Ihren Mitarbeitern, indem Sie diese mit zweckmässiger und moderner Arbeitskleidung ausstatten und profitieren Sie davon, dass Ihre Werbung gesehen wird!

Sabine Itting

Über Sabine Itting 37 Artikel
Geboren und aufgewachsen in Thüringen, lebt Sabine Itting seit vielen Jahren in der Schweiz, wo sie als Texterin, Autorin und Online-Redaktorin tätig ist. Ihre Liebe zum Landleben und ihr Interesse an Traditionen, Denkmalschutz, Naturheilkunde, Reisen und Wandern, spiegeln sich in ihren Texten wieder. Ihr Projekt «Naturerlebnis Alpen – Schweizer Wanderforum» ist inzwischen mit einem eigenen Online-Magazin im Netz zu finden. Sie ist Inhaberin vom «Schweizer Textservice» und schreibt für Webseiten, Blogs und Printmedien.

1 Kommentar

  1. Ich glaube, diese praktische Einheitskleidung mit Firmenaufdruck war mit ein Grund, dass ich mich schon in jungen Jahren selbständig gemacht habe 😉 Was ich aber gut finde: im Handwerks-/Dienstleistungsbereich verwenden viele Firmen Mietkleidung, die vom Anbieter wöchentlich gewaschen und bei Bedarf repariert wird. Ich wasche ansonsten nämlich fast alles mit 40 Grad, aber für die Gärtner-Arbeitshosen reicht das leider meistens nicht. Die Sachen mit dem weißen Laufvogel auf rotem Hintergrund kann ich übrigens auch empfehlen 🙂

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