Beliebte Pfifferlinge – Tipps und Warnhinweis

Pfifferlinge
Um solch grosse Pfifferlinge zu finden, brauchen Sie etwas GlückBarbroforsberg / Pixabay

Die Eierschwämmli haben jetzt Saison

Neben dem Steinpilz gehört er zu unseren beliebtesten Waldpilzen: Der Echte Pfifferling ist unter vielen Namen bekannt: Eierschwamm, Rehling, Gelchen oder Reherl oder, wie wir ihn in der Schweiz nennen: Eierschwämmli. Die auffallenden, gelben Pilze sind nicht nur lecker und vielseitig zuzubereiten, sondern auch gesund. Zumindest, wenn man die Herkunft beachtet und nicht übermässig viele isst. In den kleinen Kerlen stecken jede Menge wertvolle Vitamine und Mineralien. Und Pfifferlinge gehören zu den ganz wenigen Lebensmitteln, die sogar das Sonnenvitamin D liefern. Aufgrund der Inhaltsstoffe, gelten sie als «Fleisch des Waldes». Aber es gibt auch Warnhinweise: Diese finden Sie ebenfalls in diesem Beitrag.

Der Pfifferling

Obwohl sein Hut bis zu etwa 8 cm breit werden kann, werden Sie nur selten ein solch grosses Exemplar finden. Die meisten Pilzsammler, aber auch Spaziergänger und Wanderer, kennen und lieben das Eierschwämmli, sodass es kaum die Chance hat, so gross zu werden: Fast jeder, der es entdeckt, nimmt es mit nach Hause und freut sich auf ein leckeres Nachtessen. Seinen Namen verdankt der Pilz seinem angenehm pfeffrigen Aroma und dieses sorgt auch dafür, dass es viele abwechslungsreiche Rezepte gibt, mit denen sich Pfifferlinge zubereiten lassen.

Pfifferling
Foto: Pixabay.de

Der Pfifferling ist leicht zu erkennen: sein dottergelber, trichterförmiger Hut mit welligem Rand ist ebenso typisch, wie die verzweigten, weit stehenden Lamellen. Der ebenfalls gelbe Stiel geht direkt in den Hut über. Zu finden sind Eierschwämmli in Nadel- Laub- und Mischwäldern, wo sie in Gruppen zusammenstehen.

Tipps für die Vorratshaltung

Pfifferlinge haben vom Spätsommer bis weit in den Herbst hinein Saison. Ganz gleich, ob Sie sie selber sammeln oder auf dem Markt kaufen: Die Pilze müssen frisch und trocken sein und sollten angenehm duften. Feste, kleine Pilze haben einen besseren Geschmack, als grosse, ältere Exemplare. Möchten Sie die Pilze auch ausserhalb der Pilzsaison geniessen, dann können Sie sich natürlich einen Vorrat anlegen. Pfifferlinge eignen sich nämlich, wie alle Speisepilze, sehr gut für die Vorratshaltung. Allerdings mögen sie keine Kälte und verlieren beim Einfrieren ihr Aroma. Sie lassen sich aber gut trocknen.

Pilze trocknen

  • Bevor Sie getrocknet werden können, müssen die Pilze natürlich gereinigt werden.
  • Dann halbieren Sie kleine Pfifferlinge. Grössere Pilze werden in Scheiben geschnitten.
  • Wenn Sie kein Dörrgerät besitzen, macht das nichts, denn auch der Backofen eignet sich zum Trocknen. Die Temperatur sollte nicht höher als maximal 50 Grad eingestellt werden. Die Pilzstücke oder -scheiben legen Sie auf Backpapier auf ein Blech und schieben dieses in die Mitte ihres Ofens. Damit die Feuchtigkeit abziehen kann, muss die Ofentüre einen Spalt offenbleiben.
  • Pfifferlinge sind meistens zu klein, um aufgefädelt und hängend luftgetrocknet zu werden. Eine Alternative wäre ein Gitter, auf dem die Sie die Pilze ausbreiten. Allerdings ist das nur an einem Hochsommertag bei trockenem Wetter zu empfehlen, wobei ein Schattenplatz bevorzugt werden sollte. In der prallen Sonne getrocknet, verlieren die Pfifferlinge an Geschmack. (Quelle: Omas handgeschriebenes Kochbuch, selber habe ich das noch nicht ausprobiert.)
  • Lagern Sie getrocknete Pilze in einem fest verschlossenem Glas, so können sie maximal bis zur nächsten Pilzsaison aufgehoben werden.

Möchten Sie getrocknete Pilze zum Kochen, zum Beispiel für ein Pilz-Risotto, verwenden, legen Sie sie vorher in Wasser ein, bis sie weich genug sind. Dann gut ausdrücken und normal weiterverarbeiten.

 

Wie gesund sind Pfifferlinge wirklich? Pro und Contra

Einerseits steckt in den kleinen gelben Pilzen eine Menge Gesundes,
anderseits gibt es aber auch Warnhinweise.

 

Soviel Gutes steckt
in Pfifferlingen:
Vorsicht ist geboten,
weil:
Vitamin D

Pilze nehmen Schwermetalle aus den Böden auf, sie könnten hohe Konzentrationen Blei, Quecksilber oder Kadmium aufweisen. Eine Portion Pfifferlinge aus dem heimischen Wald schadet, laut WHO, nicht. Vorsicht ist geboten bei Importen aus Osteuropa.

 

Foto: Pixabay.de

Pilze , die Sie im Supermarkt bekommen, sind oft Importware. Besser, Sie planen einen Waldspaziergang und suchen Ihre Pilze selber.

Einheimische Ware kann im Herbst auch auf Märkten gefunden werden.

 

Kalium
Eiweiss
reichlich Ballaststoffe
enorm viel Eisen – mehr sogar als Rindfleisch
Ausserdem enthalten Pfifferlinge nur ganz wenig Fett.

 

Eierschwämmli putzen

Pilze sollten, wenn immer möglich, nicht gewaschen werden, da sie sonst Wasser aufsaugen und Aroma verlieren. Es gibt zum Reinigen spezielle Pilzbürsten. Die Stielenden sowie dunkle Stellen sollten weggeschnitten werden.

Pfifferlinge braten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Pilze zu braten. Zum Beispiel diese:

  • Kross gebraten sind Eierschwämmli eine willkommene Abwechslung in Salaten. Dafür verwenden Sie kleine Pilze im Ganzen, grosse werden geteilt. Die Pfifferlinge mit Mehl bestäuben und nur kurz kräftig in heissem Butterschmalz anbraten. Vor dem Anrichten (und keinesfalls vor dem Braten) salzen und nach persönlichem Geschmack mit Pfeffer würzen.

Oder versuchen Sie es einmal so:

  • Die gesäuberten und gegebenenfalls zerkleinerten Pfifferlinge in heisser Butter ein paar Minuten braten, nach etwa 5 Minuten klein gehackte Zwiebel zufügen. Kurz vor Ende der Bratzeit Salz, Pfeffer und gehackte Petersilie hinzugeben. Dazu passt selbst gebackenes knuspriges Brot.

 

Pilze – die Lieblinge der Herbstküche

Pfifferlinge bereichern ebenso wie zum Beispiel Steinpilze, Maronenröhrlinge oder der Riesenschirmling im Herbst viele Gerichte. Beliebt sind Pasta mit Pfifferlingen, Pilz-Cremesuppe, panierte und frittierte Pilze und, vor allem in Bayern, Pfifferlings-Knödel. Pfifferlinge sind auch als Gemüsefüllung sehr lecker, zum Beispiel in Kohlrabi. Natürlich schmecken Pilze auch als Beilage für viele Fleischgerichte vorzüglich.

 

 

Tipps für Pilzsammler finden Sie zum Beispiel in meinem Online-Magazin für Wanderer und Naturfreunde: „Naturerlebnis Alpen“ Schauen Sie doch einmal vorbei!

Sabine Itting

 

Über Sabine Itting 33 Artikel
Geboren und aufgewachsen in Thüringen, lebt Sabine Itting seit vielen Jahren in der Schweiz, wo sie als Texterin, Autorin und Online-Redaktorin tätig ist. Ihre Liebe zum Landleben und ihr Interesse an Traditionen, Denkmalschutz, Naturheilkunde, Reisen und Wandern, spiegeln sich in ihren Texten wieder. Ihr Projekt «Naturerlebnis Alpen – Schweizer Wanderforum» ist inzwischen mit einem eigenen Online-Magazin im Netz zu finden. Sie ist Inhaberin vom «Schweizer Textservice» und schreibt für Webseiten, Blogs und Printmedien.

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